Bitcoin (BTC) notiert knapp unter 79.000 US-Dollar, nachdem sich ein neues Golden Cross ausgebildet hat. Gleichzeitig sorgen starke ETF-Zuflüsse und die Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Notenbank für neue Spekulationen über einen möglichen Lauf in Richtung 100.000 US-Dollar.
Zentrale Punkte:
- Der 50-Tage-Durchschnitt von Bitcoin hat den 200-Tage-Durchschnitt erstmals seit November 2025 von unten nach oben gekreuzt – ein weithin beachtetes bullisches Trendsignal.
- Zuflüsse von fast 3,8 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-ETFs untermauern das bullische Szenario, auch wenn der Widerstand im Bereich zwischen 79.000 und rund 82.800 US-Dollar dicht gebündelt bleibt, bevor ein größerer Ausbruch möglich wird.
- Ein stärker restriktiver Kurs der Federal Reserve könnte das Setup schwächen und Bitcoin zurück in Richtung der Unterstützung um 75.674 US-Dollar drücken.
Bitcoin und das Golden Cross
Der 50-Tage-Gleitende-Durchschnitt von Bitcoin ist über seinen 200-Tage-Durchschnitt gestiegen und hat damit ein Golden Cross ausgelöst, während BTC um 79.278 US-Dollar gehandelt wurde. Laut der Publikation folgten auf die vergangenen drei Formationen Kursanstiege von 50 %, 45 % und 60 %. Ein Garant für eine erneute Rallye ist das Muster jedoch nicht.
Charttechnisch bleibt der Markt von Widerständen gedeckelt. CryptoNews verortet unmittelbare Hürden bei 79.730 bis 79.920 US-Dollar, gefolgt von einer ausgeprägteren Widerstandszone zwischen 80.000 und 82.793 US-Dollar. Auf der Unterseite liegen Unterstützungen bei 76.000 bis 77.600 US-Dollar sowie tiefer bei 71.781 bis 75.674 US-Dollar.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die ETF-Nachfrage: Nahezu 3,8 Milliarden US-Dollar an frischem Kapitalzufluss werden im Zusammenhang mit dem Signal der gleitenden Durchschnitte genannt. Ein täglicher Schlusskurs oberhalb von 82.300 US-Dollar könnte den Weg in den Bereich von 85.000 bis 86.000 US-Dollar öffnen. Bleibt der Aufwärtsimpuls intakt, rückt anschließend die Zone zwischen 95.000 und 100.000 US-Dollar in den Blick.
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Ausblick von Kevin Warsh
Fed-Chef Kevin Warsh gilt in diesem Umfeld als zentraler makroökonomischer Risikofaktor. In seiner Rede in Jackson Hole betonte er erneut die anhaltenden Inflationssorgen. Händler preisen die Möglichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein – ein Schritt, der Bitcoin belasten könnte, weil verzinste Anlagen damit attraktiver werden und die Risikobereitschaft dämpfen.
Daraus ergeben sich drei grobe charttechnische Szenarien: Im bullischen Fall muss Bitcoin den Bereich um 82.300 US-Dollar nachhaltig überwinden. Das Basisszenario sieht eine Seitwärtsphase zwischen 76.000 und 82.000 US-Dollar. Das bärische Szenario verweist zurück auf die Unterstützung bei 75.674 US-Dollar, falls eine straffere Geldpolitik den Rückenwind des Golden Cross aushebelt.
Das Signal hat in jüngerer Vergangenheit zwar eine solide, aber keine makellose Trefferquote.
CryptoNews erinnert daran, dass die letzten drei Golden Crosses Anstiege von 50 %, 45 % und 60 % einleiteten. Bitcoin Magazine stellte zudem einen früheren Durchbruch mit dem im Mai 2025 erreichten Rekordhoch von 126.200 US-Dollar in Zusammenhang.
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