Bitcoin (BTC) Spot-ETFs verzeichneten im Juni Nettoabflüsse von 4,5 Milliarden US-Dollar – der schlechteste Monat seit dem Start der US-Fonds im Januar 2024.
Kernpunkte:
- An US-Börsen gelistete Bitcoin-Spot-ETFs verloren im Juni 4,5 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit den bisherigen monatlichen Abflussrekord aus dem Februar 2025.
- BlackRocks IBIT stand für fast 79 % der Abzüge, während Bitcoin im Monatsverlauf um 20,48 % fiel.
- XRP- und Hyperliquid-ETFs verzeichneten weiterhin Zuflüsse, was auf eine Rotation innerhalb von Krypto statt auf einen Komplettausstieg aus dem Sektor hindeutet.
Bitcoin-ETFs
An US-Börsen gelistete Bitcoin-Exchange-Traded Funds erlitten im Juni 2026 ihren bislang schwächsten Monat, mit Netto-Rücknahmen in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar, wie aus den im Bericht zitierten Zahlen hervorgeht.
Das Gesamtvolumen übertraf den bisherigen monatlichen Abflussrekord von 3,56 Milliarden US-Dollar, der im Februar 2025 während einer weiteren Phase von Marktstress aufgestellt worden war.
Der iShares Bitcoin Trust von BlackRock, bekannt als IBIT, war der Haupttreiber des Rückgangs. Der Fonds verlor im Juni 3,55 Milliarden US-Dollar und machte damit fast 79 % aller Bitcoin-ETF-Rücknahmen in diesem Monat aus.
Dieser Abzug aus nur einem Fonds entsprach nahezu allein dem bisherigen, kategorieweiten Monatsrekord und unterstreicht, wie stark sich der Rückzug auf institutionelle Bitcoin-Produkte konzentrierte. Die Verkäufe fielen mit einem deutlichen Marktrückgang zusammen. Bitcoin fiel im Juni um 20,48 % – den stärksten monatlichen Rückgang seit Juni 2022, als der Vermögenswert inmitten des breiteren Crashs in diesem Zyklus 37,28 % verlor.
Bitcoin schloss zudem vier der ersten sechs Monate des Jahres 2026 im Minus ab. Der Rückgang im Juni war der tiefste des Jahres, wodurch ETF-Flüsse zu einem direkten Gradmesser dafür wurden, wie stark Anleger ihr Engagement reduzierten, als der Preisdruck zunahm.
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Krypto-Rotation
Die Schwäche reichte über Bitcoin hinaus, traf jedoch nicht jede Kategorie von Krypto-ETFs gleich stark. Ethereum-(ETH)-ETFs verzeichneten laut den im Bericht zitierten Daten von SoSoValue im Juni Abflüsse in Höhe von 528,99 Millionen US-Dollar.
Solana-(SOL)-ETFs verbuchten Netto-Rücknahmen von rund 786.580 US-Dollar. Der Betrag war gering, markierte jedoch den ersten monatlichen Abfluss für Solana-ETFs seit deren Auflegung.
Andere Fonds entwickelten sich hingegen positiv. XRP-(XRP)-ETFs zogen im Juni Zuflüsse von 59,46 Millionen US-Dollar an, während Hyperliquid-(HYPE)-ETFs mit 161,05 Millionen US-Dollar an frischem Kapital die Gruppe anführten.
Diese Aufspaltung deutet darauf hin, dass Anleger Krypto-ETFs nicht vollständig den Rücken kehrten. Stattdessen wanderte ein Teil des Kapitals von den größten etablierten Produkten hin zu neueren Altcoin-Fonds, selbst während Bitcoin und Ethereum anhaltende Rücknahmen hinnehmen mussten.
Diese Rotation könnte jedoch fragil bleiben. Sollte sich Bitcoin im Juli erholen, könnten die Flüsse wieder stärker in die dominante ETF-Kategorie zurückkehren, da Bitcoin weiterhin das institutionelle Krypto-Exposure verankert und oft den Risikoappetit am breiteren Markt vorgibt.
Die Juni-Zahlen fügen sich zudem in ein längerfristiges Muster im ETF-Handel ein. Bitcoin-Produkte können Marktstress verstärken, wenn Kursrückgänge und Rücknahmen zusammenfallen – so wie Zuflüsse Rallyes unterstützen können, wenn Anleger nach einem Drawdown ihr Engagement wieder aufbauen.
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