Bitcoin (BTC) und Gold bleiben 2026 hinter jeder großen Anlageklasse zurück und stellen ihre Rolle als sicherer Hafen infrage, da Investoren wieder in Aktien umschichten.
Zentrale Punkte:
- Bitcoin liegt seit Jahresbeginn 27 % im Minus, während Gold um 3 % gefallen ist, so Charlie Bilello.
- Andere große Anlagen, darunter der S&P 500, Nebenwerte und Value-Aktien, liegen im Plus.
- Die starke Outperformance des Technologiesektors lenkt Kapital hin zu Ertragsdynamik und weg von Wertspeichern.
Verluste bei Bitcoin und Gold
Marktanalyst Charlie Bilello sagte, Bitcoin sei seit Jahresbeginn um 27 % gefallen, während Gold 3 % im Minus liege – und damit die einzigen großen Anlageklassen mit negativen Ergebnissen in diesem Jahr. Das Duo fällt auf, weil Bitcoin und Gold laut Bilellos Daten seit 2011 noch nie ein Kalenderjahr als die zwei schwächsten großen Anlageklassen beendet haben.
Die Bewegung erfolgte, während andere Märkte zulegten. Bilellos Zahlen zeigen den S&P 500 rund 9 % im Plus, Nebenwerte 19 % höher, Value-Aktien 15 % vorn und Aktien aus Schwellenländern über den Erwartungen.
Dieser Kontrast macht den Ausverkauf schwerer erklärbar.
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Tech-Rotation
Bilello verwies auf eine breite Kapitalrotation statt einer einfachen Abkehr von sicheren Häfen. Er sagte, der Technologiesektor habe den S&P 500 seit den Tiefs im März um 28 % übertroffen – die größte derartige Bewegung in der Geschichte und stärker als der Dotcom-Boom 1999–2000.
Technologie macht inzwischen fast 40 % des S&P 500 aus und liegt damit über dem 35-%-Höchststand während der Dotcom-Blase.
In diesem Umfeld bevorzugen Investoren Unternehmen mit Ertragsdynamik gegenüber Anlagen, die wenig oder gar keine Rendite bieten.
Bitcoin wurde zum Zeitpunkt des Schreibens über 66.000 US-Dollar gehandelt, nachdem die Kryptowährung kurzzeitig erstmals seit zwei Wochen 67.000 US-Dollar berührt hatte. Die Erholung folgte auf Berichte, dass die Vereinigten Staaten und Iran sich darauf vorbereiten, später in dieser Woche in der Schweiz ein Friedensabkommen zu unterzeichnen – eine Entwicklung, die die Risikobereitschaft an den Märkten stärkte.
Gold wurde nahe 4.300 US-Dollar je Feinunze gehandelt, innerhalb einer Wochenspanne von 4.025 bis 4.340 US-Dollar. Sein Rückgang von 3 % seit Jahresbeginn ist moderat im Vergleich zum Einbruch bei Bitcoin, markiert aber dennoch eine Kehrtwende für einen Vermögenswert, der einen Großteil der vergangenen zwei Jahre nahe Rekordständen verbracht hat.
Gold stieg 2025 um 63,7 % und 2024 um 26,7 %, während Bitcoin 2024 um 121 % zulegte. Diese Historie macht ihren gemeinsamen Einbruch 2026 ungewöhnlich – insbesondere, da beide Anlagen weiterhin mit Schutz vor Unsicherheit und Geldentwertung verbunden werden.
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