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Schlimmste Goldwoche seit 1983

Schlimmste Goldwoche seit 1983

Gold verzeichnete in dieser Woche seine schlechteste Wochenperformance seit 1983 und fiel um 11 % auf rund 4.488 US‑Dollar je Unze, nachdem steigende Ölpreise infolge des Iran‑Konflikts einen wichtigen Rückenwind für das Edelmetall entfernten und die US‑Notenbank Federal Reserve bestätigte, dass sie für 2026 nur eine einzige Zinssenkung erwartet.

Der Rückgang machte einen erheblichen Teil der Rekordrallye von Gold zunichte, die den Preis am 28. Januar auf ein Allzeithoch von rund 5.589 US‑Dollar getrieben hatte.

Die traditionelle Rolle von Gold als sicherer Hafen hat sich seit den US‑israelischen Angriffen auf den Iran, die am 28. Februar begannen, umgekehrt.

Anstatt in Zeiten geopolitischer Spannungen zu steigen, hat das Metall seit Beginn des Konflikts mehr als 14 % verloren, während der Energieschock durch Störungen in der Straße von Hormus die Inflationserwartungen anheizt – was der Fed einen Grund gibt, die Zinsen restriktiv zu halten, statt sie zu senken.

Warum Zinsen für Gold wichtig sind

Gold wirft keine laufenden Erträge ab, daher wird das Metall weniger wettbewerbsfähig gegenüber Anleihen, wenn die Finanzierungskosten erhöht bleiben.

Die US‑Notenbank Federal Reserve beließ ihren Leitzins am Mittwoch bei 3,5 %–3,75 %, wobei Fed‑Chef Jerome Powell warnte, dass höhere Energiepreise die Inflation kurzfristig weiter nach oben treiben würden.

Der aktualisierte Dot Plot der Fed zeigt nun eine Medianprognose von nur einer Zinssenkung im Jahr 2026. Diese Verschiebung hat einen der wichtigsten Unterstützungsfaktoren für Gold de facto ausgehebelt.

Gleichzeitig hat ein sich erholender US‑Dollar Gold für internationale Käufer teurer gemacht und damit den Verkaufsdruck verstärkt, da gehebelte Fonds zuvor aufgebaute Gewinne liquidieren.

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Bitcoin entwickelt sich anders als Gold

Bitcoin (BTC) hat sich in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Die Kryptowährung hat seit Beginn des Konflikts rund 11,6 % zugelegt und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 70.535 US‑Dollar.

Diese Divergenz wird von einigen Analysten als Hinweis gewertet, dass Anleger Bitcoin eher als geopolitische Absicherung denn als klassischen Risiko‑Asset betrachten – auch wenn sich sein Verhalten in früheren Stressphasen teils deutlich unterschied.

Auf Sicht der vergangenen 12 Monate bleibt Gold jedoch der stärkere Performer: ein Plus von rund 48,5 %, während Bitcoin im selben Zeitraum um 16,5 % gefallen ist.

Trotz des aktuellen Ausverkaufs haben die Wall‑Street‑Banken ihre Jahresendziele noch nicht angepasst. J.P. Morgan hält für 2026 an einem Ziel von 6.300 US‑Dollar je Unze fest; die Deutsche Bank liegt bei 6.000 US‑Dollar.

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