Bitcoin (BTC) weist nur noch eine 90-Tage-Korrelation von 33 % zum Nasdaq auf, während die Anbindung an Gold über 50 % gestiegen ist. Gleichzeitig prognostiziert Binance-Mitgründer Changpeng „CZ“ Zhao, dass Bitcoin Gold perspektivisch überholen könnte.
Zentrale Punkte:
- Die 90-Tage-Korrelation von Bitcoin mit dem Nasdaq ist auf 33 % gefallen – nach zuvor über 60 %.
- Die Korrelation zu Gold ist auf über 50 % gestiegen; in den vergangenen fünf Wochen legte Bitcoin 22,2 % zu, Gold 13,3 %.
- Zhao sieht die Chance, dass Bitcoin im nächsten Bullenzyklus Gold überholt – rechnet aber mit einem langsameren Tempo bei Regierungen.
Bitcoin verschiebt seine Korrelation
Über weite Strecken des vergangenen Jahres bewegte sich Bitcoin eng im Gleichklang mit dem Nasdaq und galt damit als klassischer High-Beta-Tech-Trade. Neue Daten von Grayscale zeigen nun jedoch eine deutlich nachlassende Kopplung.
Die 90-Tage-Korrelation der Kryptowährung zum Nasdaq ist von über 60 % auf 33 % zurückgegangen, während die Verbindung zu Gold nach einem lange deutlich niedrigeren Niveau nun auf über 50 % gestiegen ist.
Das macht Bitcoin noch nicht zu einem funktionalen Goldersatz, signalisiert aber, dass Marktteilnehmer beide Knappheitswerte zunehmend ähnlich einordnen.
Gleichzeitig hat Bitcoin die jüngste Performance klar dominiert: In den vergangenen fünf Wochen legte BTC rund 22,2 % zu, verglichen mit einem Plus von 13,3 % bei Gold – und bewahrt damit die stärkeren Kursschwankungen, die die Kryptowährung seit jeher vom klassischen „sicheren Hafen“ unterscheiden.
Auch interessant: Anthropic meldet weniger Alignment-Fehler bei Claude in automatisierten Tests
CZs Gold-Ausblick
Auf der Bitcoin Asia 2026 in Hongkong erklärte Zhao, Bitcoin könne Gold im kommenden Bullenzyklus den Rang ablaufen: „Ich denke, Bitcoin wird Gold ziemlich bald überholen … Im nächsten Bullenlauf könnte es so weit sein.“
Noch ist der Goldmarkt etwa zehnmal so groß wie Bitcoin, und Staaten verfügen rund um das Edelmetall über etablierte Systeme für Bewertung, Verwahrung und Reservemanagement. Zhao räumte ein, dass gerade dieser institutionelle Wandel Zeit brauche – selbst wenn die Märkte deutlich schneller reagierten.
Zugleich betonte er, er empfehle Regierungen regelmäßig, Krypto-Reserven aufzubauen – mit Bitcoin als rund halb so großem Kernanteil der Allokation. „Bitcoin wird mit Sicherheit wichtiger werden als Gold.“
Der erneute Vergleich folgt auf ein Jahr, in dem Bitcoin immer wieder zwischen technikgetriebenem Trading und dem Verhalten eines Wertspeichers hin- und herpendelte. Das Fünf-Wochen-Plus von 22,2 %, die gestiegene Gold-Korrelation und die schwächere Kopplung an den Nasdaq rücken die grundsätzliche Identitätsfrage von BTC erneut in den Fokus institutioneller und privater Anleger.
Als Nächstes lesen: TRON-Upgrade bringt P-256-Verifikation und längere Blockhistorie

