TRON (TRX) hat am 28. August Vorschlag 107 aktiviert und damit seiner virtuellen Maschine Ethereum-(ETH)-Funktionen aus den Upgrades „Prague“ und „Osaka“ sowie eine passkey-freundliche Signaturprüfung hinzugefügt.
Wichtigste Punkte:
- Vorschlag 107 trat am 28. August nach 25 Zustimmungen in Kraft und schaltete die Prague- und Osaka-Funktionen in der TRON Virtual Machine frei.
- Das Upgrade verringert Kompatibilitätslücken zu Ethereum und ermöglicht Anwendungen den Zugriff auf eine deutlich längere Historie von Block-Hashes.
- Native P-256-Verifizierung unterstützt Passkey-basierte Wallets, während sinkende Kryptokosten den Energiebedarf mancher Anwendungen reduzieren könnten.
Details zum TRON-Upgrade
Vorschlag 107 erhielt vor seinem Inkrafttreten am 28. August 25 Zustimmungen und verschafft der TRON Virtual Machine damit Zugang zu Funktionen, die bereits im Release GreatVoyage-v4.8.2 enthalten sind. Laut der Dokumentation auf GitHub aktiviert der Vorschlag die Netzparameter 95 und 96, die die Prague- und Osaka-Funktionalität für das Mainnet freischalten.
Für Entwickler erweitert das Upgrade die Unterstützung für aktuelles Ethereum-Verhalten, ohne dass bei der Migration von Anwendungen zu TRON so viele netzwerkspezifische Anpassungen nötig sind. Das reduziert eine zentrale Hürde bei der Portierung.
Die mit „Prague“ verbundenen Änderungen erweitern außerdem den Zugriff auf historische Block-Hashes, die im Netzwerkzustand gespeichert sind. Anwendungen können damit ältere On-Chain-Transaktionen besser verifizieren und müssen sich für bestimmte Prüfschritte weniger auf externe Datenanbieter verlassen.
Auch interessant: Fomo Copy Trading hinterließ bei fast 94 % der Wallets Verluste: Studie
Ethereum-Passkey-Unterstützung
Die „Osaka“-Änderungen fügen eine native Verifizierung von secp256r1- oder P-256-Signaturen hinzu – einer Kryptokurve, die weitverbreitet für Passkeys und hardwaregestützte Geräteschlüssel verwendet wird. Wallet- und App-Entwickler erhalten damit eine effizientere Möglichkeit, Signaturen zu prüfen, die über Sicherheitsfunktionen in Smartphones und Computern erzeugt werden.
Der Vorschlag senkt zudem die Energiekosten bestimmter rechenintensiver kryptografischer Operationen, darunter MODEXP-Berechnungen. Wie groß die Einsparungen ausfallen, hängt jedoch von der Architektur der jeweiligen Anwendung ab. Entwickler müssen die neuen Funktionen aktiv in ihre Software integrieren.
Passkeys tauchen nicht automatisch in bestehenden TRON-Wallets auf, nur weil das Netzwerk nun die entsprechende Signaturprüfung unterstützt.
Wallet-Anbieter müssen sich bewusst für die Integration entscheiden und festlegen, wie Nutzer sich authentifizieren – etwa per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN.
Die Änderungen wurden bereits in GreatVoyage-v4.8.2 implementiert, blieben im Mainnet jedoch deaktiviert, bis die Governance über Vorschlag 107 entschieden hatte. Die Abstimmung startete am 25. August, sodass die Aktivierung am 28. August den letzten Governance-Schritt zur Freischaltung der Prague- und Osaka-Funktionen markierte.
Als Nächstes lesen: XRP: Über 335 Mio. US-Dollar ziehen als „Whale“-Abfluss von Binance ab, während Futures-Verkäufe zunehmen

