Weniger als 7 % der 292.000 Wallets auf der Social-Trading-App Fomo haben innerhalb von drei Monaten einen Gewinn erzielt, wie eine am Freitag veröffentlichte Analyse von DWF Ventures zeigt.
Fomo-Zahlen stellen Copy-Trading infrage
Laut DWF lag der Anteil profitabler Wallets bei 6,16 %, gemessen an realisierten Gewinnen. Unter diesen Gewinnern schafften es lediglich 25 Wallets, einen Nettogewinn von mehr als 10.000 US‑Dollar zu erzielen. Alle übrigen Anleger schrieben Verluste. Nach Ansicht von DWF untergraben diese Zahlen das Kernversprechen des Copy-Tradings: dass das Nachbilden erfolgreicher Trader die Gewinnchancen verbessert.
Copy-Trading nahm mit eToro Fahrt auf. Die Plattform ermöglichte es Nutzern, das Portfolio von Top-Tradern per Klick zu spiegeln, und meldete in Europa und Australien ein Wachstum der Neuanmeldungen von mehr als 50 %. Laut der Studie sollen über 40 % der Nutzer diese Funktion zumindest einmal ausprobiert haben. Jüngere Apps wie AfterHour verknüpfen Social-Media-Profile direkt mit Brokerage-Konten, sodass gepostete Positionen verifiziert werden können.
DWF kommt zu dem Ergebnis, dass die Mehrheit der Nutzer auf Social-Trading-Plattformen Geld verliert – die Fomo-Zahlen seien das bislang deutlichste Beispiel dafür.
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Warum das Follower-Wachstum von Serenity entscheidend ist
DWF führt die Verluste eher auf strukturelle Anreize als auf Zufall zurück. Trader, die ihre Ideen öffentlich posten, können profitieren, wenn ihre Follower anschließend in die gleichen Werte einsteigen – der zusätzliche Kaufdruck bewegt die Kurse zu ihren Gunsten. Die Follower sitzen dagegen auf den Kursverlusten, wenn der Signalgeber wieder aussteigt.
Serenity, eine Traderin mit Fokus auf KI- und Halbleiterwerte, wuchs von einigen Hundert Followern im Juli 2025 auf über 1 Million im August 2026. Ein ähnliches Muster zeigte der GameStop‑Short Squeeze 2021, bei dem sich die Aktivität auf Reddit nahezu spiegelbildlich zu Handelsvolumen und Kursverlauf entwickelte.
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