Der technische Analyst Alessio Rastani hat seine Einschätzung zu Bitcoin (BTC) in einem jüngsten Interview aktualisiert und warnt, dass die kurzfristige Erholung der Kryptowährung bislang noch keine ausreichende Preisstruktur geliefert hat, um eine weitere Abwärtsbewegung auszuschließen – mit einem möglichen Test des Niveaus von 60.000 $, bevor sich ein belastbarer Boden bildet.
Bitcoin wurde zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels nahe 72.400 $ gehandelt, rund 43 % unter dem Allzeithoch von etwa 126.200 $ aus dem Oktober 2025.
Rastani, der zuvor in Cointelegraph‑Interviews über die Analyse der Bitcoin‑Zyklen gesprochen hat, argumentiert, dass die jüngste Erholung von den Tiefständen nicht die Breite und Dauerhaftigkeit aufweist, die zur Bestätigung eines nachhaltigen Aufwärtstrends erforderlich wären.
Seiner Ansicht nach spricht die Wahrscheinlichkeit weiterhin zumindest für eine weitere Abwärtsbewegung.
Wichtige Kursmarken, die er beobachtet
Rastani identifiziert einen Unterstützungsbereich grob zwischen 59.000 $ und 46.000 $ als Zone, in der die Bedingungen für ein längerfristiges Engagement zunehmend attraktiv werden könnten.
Er weist darauf hin, dass selbst wenn Bitcoin unter 60.000 $ fällt, das Abwärtspotenzial begrenzter sein könnte, als es die Schlagzeilen vermuten lassen, angesichts der Kaufnachfrage, die er in diesem Bereich erwartet.
Zugleich bleibt er skeptisch, dass Bitcoin im Jahr 2026 ein neues Allzeithoch erreichen wird, und deutet stattdessen an, dass sich jede bedeutende Erholung weiter im Zyklus nach hinten verschieben könnte.
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Warum der Halving‑Zyklus in die Irre führen kann
Rastanis übergeordnete Argumentation konzentriert sich auf die Grenzen fester Analyse‑Frameworks. Er warnt davor, sich zu stark auf den Vierjahres‑Halving‑Zyklus als Prognoseinstrument zu verlassen, und argumentiert, dass die Behandlung zyklischer Muster als mechanisch dazu geführt habe, dass Anleger Wendepunkte am Markt falsch einschätzen.
Er zieht eine Parallele zu seinem makroökonomischen Ausblick auf Aktien, wo er in den kommenden Monaten ein mögliches Top an den Börsen sieht – eine Entwicklung, die für Bitcoin angesichts seiner derzeitigen Kopplung an die allgemeine Risikostimmung zu Gegenwind führen könnte.
Einordnung der Analystenmeinung
Es ist zu beachten, dass Rastanis Sichtweise nur eine technische Lesart der Kursbewegungen darstellt.
Unter Bitcoin‑Analysten gehen die Meinungen zum Ausblick für 2026 deutlich auseinander: Einige, darunter Arthur Hayes, sehen den Bereich um die mittleren 70.000 $ als mögliches „Dead‑Cat‑Bounce“, während andere auf zunehmende institutionelle Zuflüsse als strukturelle Unterstützung verweisen.
Rastanis früheres Interview im November 2025 fiel deutlich optimistischer aus: Damals räumte er einer kurzfristigen Rally eine Wahrscheinlichkeit von 75 % ein – eine Einschätzung, die sich vor dem anschließenden Rückgang teilweise bestätigte.
Die aktuellen Bitcoin‑Kurse liegen weiterhin mehr als 40 % unter dem Allzeithoch vom Oktober, und offene Fragen zur Zinspolitik der Fed, zu geopolitisch bedingten Energiepreisen und zum legislativen Fortschritt beim CLARITY‑Gesetz prägen weiterhin den makroökonomischen Hintergrund, auf den sich seine Analyse stützt.
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