Bitcoin tritt in eine neue Phase ein, in der Preisschwankungen abnehmen und Marktschocks zunehmend von institutionellen Investoren statt von Kleinanlegern absorbiert werden, so der von ARK Invest am Mittwoch veröffentlichte Quartalsbericht.
Die Forschung argumentiert, dass sich die Marktstruktur von Bitcoin grundlegend geändert hat, nachdem die Zahl der börsengehandelten Fonds und ein breiter Abbauzyklus zugenommen haben. Dadurch verzeichnete die Volatilität des Vermögenswerts den niedrigsten Stand in der Geschichte, trotz erheblicher Rückgänge im Jahr 2025.
Bitcoin-Volatilität sinkt, auch wenn Rückgänge anhalten
Der Bericht von ARK hebt hervor, dass 2025 das am wenigsten volatile Jahr für Bitcoin war, auch wenn der Vermögenswert einen Rückgang von mehr als 36% erlebte.
Anstatt eine Kettenreaktion von Verkaufsdruck auszulösen, verlief die Korrektur parallel zu einer stabilen On-Chain-Aktivität und einer Konsolidierung nahe dem verwirklichten Preis von Bitcoin.
„2025 war das Jahr mit der niedrigsten jährlichen Volatilität in der Geschichte von Bitcoin“, heißt es in dem Bericht, der hinzufügt, dass die Preisbewegung zunehmend um ihren On-Chain-Durchschnitt stabilisiert wurde, der während des analysierten Zeitraums nahe bei 80.953 $ lag.
Der Bericht führt diese Veränderung auf Veränderungen in der Eigentümerstruktur zurück, wobei ETF-Anleger nun eine große Gruppe bilden, deren Kostenbasen nahe bei den aktuellen Preisen liegen.
Diese Struktur, so ARK, hat reflexive Verkäufe und erzwungene Liquidationen verringert, die historisch gesehen die Rückgänge von Bitcoin verstärkt haben.
Rückgang der Hebelwirkung reduziert strukturellen Verkaufsdruck
ARK hebt hervor, dass ein starker Rückgang der spekulativen Hebelwirkung eine wichtige Quelle der Instabilität vom Markt entfernt hat.
Lange Liquidationen haben weitgehend das übermäßige Risiko abgebaut, während die Rentabilität unter digitalen Vermögenswerten stark gefallen ist, was die Anreize verringert hat, in schwachem Umfeld zu verkaufen.
Lesen Sie auch: Powell sagt, es sei schwer zu argumentieren, dass die Geldpolitik der Fed immer noch erheblich restriktiv ist „Die Rentabilität digitaler Vermögenswerte fiel um etwa 93 %“, stellt der Bericht fest und betrachtet den Rückgang als Ereignis der Reinigung und nicht als systemisches Versagen.
Nach der Analyse erfolgte dieser Abbau ohne anhaltende Volatilitätsspitzen, was signalisiert, dass die Bitcoin-Märkte nun besser in der Lage sind, Schocks ohne destabilisierende Rückkopplungen zu absorbieren.
Makrobedingungen ebnen den Weg für ein neues Bitcoin-Regime
Ausblickend platziert ARK das sich entwickelnde Marktverhalten von Bitcoin in einen breiteren makroökonomischen Kontext.
Der Bericht beschreibt die US-Wirtschaft als eine „aufgewickelte Feder“, wobei er auf sinkende Inflation, die Möglichkeit niedrigerer Zinssätze und Produktivitätsgewinne als potenzielle Rückenwind für 2026 hinweist.
ARK zieht auch historische Parallelen zwischen den aktuellen Goldbewertungen und früheren Perioden, die der Kapitalrotation in alternative Vermögenswerte vorausgingen.
„Die Bewertung von Gold im Verhältnis zu M2 hat die historisch mit Verschiebungen hin zu riskanten Anlagen verbundenen Niveaus erreicht“, heißt es in dem Bericht.
Die Aussage, so ARK, ist, dass Bitcoin von einem hochspekulativen Instrument möglicherweise in einen makro-sensiblen Vermögenswert übergeht, der zunehmend in institutionellen Portfolios verankert ist.
Anstatt sich darauf zu konzentrieren, ob Bitcoin von den jüngsten Preisrückgängen zurückschwingt, legt der Bericht nahe, dass die wichtigere Frage ist, ob dieses aufkommende Niedrig-Volatilitäts-Regime die Preisgestaltung, Zuteilung und Regulierung von Bitcoin in den kommenden Jahren verändert.
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