Bitcoin (BTC) schoss am späten Montag auf Coinbase auf 70.125 $ nach oben, bevor es auf Widerstand traf und sich während der asiatischen Sitzung am Dienstag auf rund 68.000 $ zurückzog. Analysten verwiesen auf geopolitische Klarheit – nicht Chaos – als Auslöser hinter dem, was einer von ihnen als „verrückte Umkehr“ an Krypto- und Aktienmärkten bezeichnete.
Was geschah: Markterholung
Die Kurse erreichten auf Coinbase am späten Montag 70.125 $, wie Daten von TradingView zeigen. Dieses Niveau fungierte als Widerstand, so wie bereits am 25. Februar.
Am Dienstagmorgen in Asien war BTC auf etwa 68.000 $ zurückgefallen. Kryptoanalyst Bull Theory nannte die Bewegung eine „verrückte Umkehr“ und merkte an, dass noch 24 Stunden zuvor extreme Angst die Märkte im Griff gehabt hatte, als die US‑Futures am Sonntagabend eröffneten.
Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes stieg an diesem Tag um 2,6 % auf 2,42 Billionen $. Ethereum (ETH) eroberte die 2.000‑$‑Marke zurück, wobei die Gewinne der Altcoins im Vergleich eher verhalten ausfielen.
Santiment meldete einen Anstieg der positiven Stimmung in sozialen Medien, selbst als BTC damit drohte, unter 65.000 $ zu fallen – bevor er in rund zwei Stunden und 20 Minuten um 7 % auf 69.900 $ stieg, wo er auf die Widerstandszone bei 70.000 $ prallte.
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Warum es wichtig ist: Trotz der Kriegspanik
Die Erholung stellte herkömmliche „Risk‑Off“-Annahmen infrage. Das Makro‑Outlet Milk Road stellte fest, dass nach traditionellen Mustern BTC während geopolitischer Spannungen fallen würde, und fügte hinzu, dass – falls sich diese Entkopplung von Risikoanlagen fortsetzt – das Narrativ vom „digitalen Gold“ neuen Auftrieb erhält.
Tom Lee von Fundstrat sagte am Montag, er erwarte, dass Aktien den März höher beenden, obwohl die Kriegsschlagzeilen die Anleger nervös machten. Analyst CrediBull Crypto zog eine Parallele zur russischen Invasion in die Ukraine 2022 und merkte an, dass der Tag der Invasion ein lokales Tief markierte, dem im folgenden Monat ein Anstieg um 40 % folgte.
CryptoQuant‑Analyst Moreno erklärte, dass der Verkaufsdruck jüngster Käufer nachlasse, ohne nennenswerten Anstieg der Zuflüsse von Kurzfrist‑Haltern auf Börsen – trotz der Eskalation mit Iran. Er beschrieb diese Verschiebung als einen Übergang von Panik zu Geduld – oder zumindest Erschöpfung.
Bull Theory fasste die übergeordnete Dynamik unverblümt zusammen: Märkte bestrafen nicht schlechte Nachrichten, sie bestrafen Unsicherheit, und Khameneis Tod beseitigte die Unklarheit, die Händler sofort einpreisten.
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