Bitget-CEO Gracy Chen nutzte einen Zwischenjahresbrief, um Pläne für die Erweiterung der Börse über Krypto hinaus durch Tokenisierung, künstliche Intelligenz und breiteren Marktzugang darzulegen.
Details des Zwischenjahresbriefs
Bitget, eine in Victoria, Seychellen, ansässige Börse, veröffentlichte den Brief von Chen am 2. Juli 2026. Er beschreibt den Wandel von einer reinen Krypto-Plattform hin zu dem, was das Unternehmen einen universellen Finanzanbieter nennt.
Laut dem Schreiben verändern sich die Handelsgewohnheiten bereits. Etwa 52 % der Bitget-Nutzer halten inzwischen sowohl Aktien als auch Krypto, 35 % halten Gold und andere Edelmetalle, und 51 % nutzen KI-gestützte Handelstools.
Chen nannte vier Prinzipien, die die Strategie leiten: Verbesserung der Kapitaleffizienz, Bereitstellung globaler Vermögenswerte über ein krypto-natives Erlebnis, Ausbau des Zugangs durch tokenisierte Assets und Pre-IPO-Investitionen sowie Vereinfachung des Handels durch KI-Automatisierung.
„Unser Fokus hat sich von einer Krypto-Börse zu einem ganzheitlichen, universellen Anbieter verlagert“, sagte Chen. „Unsere Plattform beseitigt Barrieren, die Finanzmärkte jahrzehntelang getrennt haben. Nutzer können jetzt rund um die Uhr auf Krypto, Aktien, CFDs, Gold zugreifen und mehr mit ihrem Kapital machen.“
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KI- und Tokenisierungsstrategie
Chen sagte, Tokenisierung könnte im Laufe der Zeit 10 % der Kapitalmärkte umgestalten und verwies auf Produkte wie Stock+ und Reality als frühe Beispiele für blockchainbasierte Investmenttools, die zugänglicher werden.
Künstliche Intelligenz ist die zweite Säule der Strategie, so Chen. Sie beschrieb eine Zukunft, in der Nutzer Anlageziele und Risikolimits festlegen, während automatisierte Systeme Überwachung und Ausführung der Trades übernehmen. Bitget verzeichnet inzwischen mehr als eine Million KI-Handelsnutzer und über eine Million Copy-Trading-Nutzer, nach der Einführung von Produkten wie GetClaw und dem GetAgent Playbook.
Chen beschrieb das übergeordnete Ziel der Börse als die Ausweitung des finanziellen Zugangs über traditionelle Institutionen hinaus – ein Wandel, den sie als Übergang vom „Banking the Unbanked“ zum „Brokering the Unbrokered“ bezeichnete.
Chen hat 2026 ähnliche Bemerkungen gemacht. Im Februar sagte sie, die Schwäche von Bitcoin sei eher auf einen Liquiditätsschock im Zusammenhang mit dem Ausverkauf vom 10. Oktober 2025 als auf schwächere Fundamentaldaten zurückzuführen, und bezeichnete sich selbst als Bitcoin-Maximalistin, die weiterhin Kaufchancen sehe. Sie skizzierte außerdem fünf erwartete Veränderungen für Krypto im Jahr 2026, darunter eine tiefere Konvergenz zwischen digitalen und traditionellen Märkten.
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