BitMart-Guthaben schrumpfen von 102 auf 71 Mio. Dollar, während Auszahlungsanträge sich stauen

Withdrawal delays test BitMart’s shutdown plan as BMX falls 81.5% (Image: Shutterstock)
Withdrawal delays test BitMart’s shutdown plan as BMX falls 81.5% (Image: Shutterstock)

Auszahlungen bei BitMart scheinen sich nach der Ankündigung einer schrittweisen Schließung der Kryptobörse deutlich zu verlangsamen, während der hauseigene Token BMX (BMX) seinen steilen Wochenverlust weiter ausweitet.

Wichtigste Punkte:

  • Laut Lookonchain haben 58 Wallets in etwas mehr als 24 Stunden rund 805.000 US‑Dollar abgezogen; in den letzten acht Stunden des Trackings wurden keine Auszahlungen verarbeitet.
  • BitMart betont, Auszahlungen seien weiterhin möglich, räumt aber ein, dass Compliance- und Sicherheitsprüfungen einzelne Anträge verzögern können.
  • BMX notierte am Montag bei etwa 0,057 US‑Dollar, nachdem der Kurs binnen sieben Tagen rund 81,5 % eingebüßt hatte.

Stotternde BitMart-Auszahlungen

Das Blockchain-Analyseprofil Lookonchain meldete am Montag, dass in einem Zeitraum von mehr als 24 Stunden lediglich 58 Wallets insgesamt rund 805.000 US‑Dollar von BitMart abgezogen haben.

Demnach habe die Börse in den letzten acht Stunden des Monitorings überhaupt keine Auszahlungen mehr verarbeitet. Parallel berichteten mehrere Nutzer auf X von ausstehenden Transaktionen, Einfriermeldungen und widersprüchlichen E-Mails über angeblich abgeschlossene Auszahlungen.

Ein Nutzer schilderte, eine E-Mail habe eine Tether-(USDT)-Auszahlung als abgeschlossen bestätigt, obwohl on-chain keine Transaktion sichtbar gewesen sei und im Konto ein „On-Chain-Auszahlungsstopp“ angezeigt wurde. Ein anderer Nutzer gab an, eine Testauszahlung über 30 US‑Dollar sei nach mehr als 30 Minuten weiterhin „ausstehend“ gewesen. Die Aussagen ließen sich unabhängig nicht verifizieren.

BitMart hatte zugesichert, dass Auszahlungen während der Abwicklung der Plattform grundsätzlich verfügbar bleiben sollen. Zugleich warnte die Börse jedoch, dass Anträge verschiedenen Prüfungen unterliegen können – etwa zu Identität, Endgerät, Auszahlungsadresse, Handelshistorie und Herkunft der Gelder. Zudem könne die Plattform Nachweise zum Wohnsitz, zur Eigentümerschaft von Wallets oder weitere Unterlagen anfordern.

Cointelegraph bat BitMart um eine Stellungnahme, erhielt jedoch bis Redaktionsschluss keine Antwort.

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BMX unter Druck durch Schließungsrisiko

BitMart hat am Sonntag Neuregistrierungen und Einzahlungen gestoppt, neue Spot-Orders und Futures-Positionen eingeschränkt und das Ende sämtlicher Handelsdienste für den 26. August terminiert. Der vollständige Betrieb soll am 31. Januar 2027 eingestellt werden.

Von Arkham als BitMart zugeordnete Wallets hielten am Montag noch rund 69 Mio. US‑Dollar in Krypto-Assets – ein deutlicher Rückgang gegenüber etwa 102 Mio. US‑Dollar am 6. Juli.

Der BMX-Token notierte laut CoinGecko am Montag bei rund 0,057 US‑Dollar, nachdem der Kurs innerhalb einer Woche um etwa 81,5 % gefallen war. Noch am späten Freitag vor Bekanntwerden der geplanten Schließung lag der Preis bei rund 0,31 US‑Dollar.

Die Abwicklung der Plattform befeuert zudem Debatten über Übernahmen zentralisierter Börsen. Binance-Mitgründer Changpeng Zhao warnte, der Kauf einer zentralisierten Handelsplattform könne den Erwerber mit verborgenen Sicherheitsrisiken konfrontieren – etwa mit Backdoors früherer Teams. Solche Risiken seien schwerer einzuschätzen als bei klassischen M&A-Transaktionen.

Die aktuelle Auszahlungsperformance von BitMart erhält damit Signalwirkung: Ein geordneter Rückzug hängt wesentlich davon ab, dass Kunden ihr Guthaben ohne langwierige Störungen erhalten. Der Rückgang der Börsenbestände, der Kurskollaps des Tokens und verschärfte Auszahlungsprüfungen verstärken den Druck, während der Handel im August ausläuft und die Plattform im Januar endgültig schließt.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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