Bitcoin (BTC) und der breitere Kryptomarkt verlieren weiter an Boden, da seit Mitte November fast 10 Milliarden US-Dollar an Stablecoin-Reserven von Binance abgezogen wurden und damit die verfügbare Liquidität der Börse auf Niveaus zurückfallen, die zuletzt im Oktober 2024 gesehen wurden.
Was passiert ist: Stablecoin-Reserven brechen ein
Die Stablecoin-Bestände auf Binance sind laut einem neuen Bericht von CryptoQuant von rund 50,9 Milliarden auf 41,4 Milliarden US-Dollar gefallen – ein Rückgang von etwa 18,6%. Der Rückgang hält seit dem 13. November an und spiegelt einen schrittweisen Rückzug von Anlegern wider, die ihre Exposure gegenüber digitalen Vermögenswerten reduzieren.
Dieser Rückgang ist bedeutend, weil Stablecoin-Reserven an Börsen als Indikator für einsetzbares Kapital dienen. Steigende Reserven deuten in der Regel auf eine höhere Bereitschaft hin, Risikopositionen einzugehen, während anhaltende Abflüsse auf Kapitalrückzug hindeuten.
Trotz des Abbaus stellt Binance immer noch ungefähr 64 % der gesamten Stablecoin-Reserven an zentralisierten Börsen. Doch der Trend ist eindeutig: Gelder fließen ab.
Die Analyse von CryptoQuant führt dies auf ein breiteres Ausbleiben frischen Kapitals im Kryptomarkt zurück. Die gesamte Marktkapitalisierung hat sich nach einem Hoch nahe 4 Billionen US-Dollar während der Rallye 2025 in den Bereich von 2,1–2,2 Billionen US-Dollar zusammengedrückt. Der Markt ist unter seinen 50‑Wochen‑gleitenden Durchschnitt gefallen und nähert sich dem 100‑Wochen‑Durchschnitt – ein Muster, das historisch eher auf eine Korrektur innerhalb des Zyklus als auf eine vollständige strukturelle Trendwende hinweist.
Warum es wichtig ist: Für eine Erholung braucht es frisches Kapital
Die Volumenmuster deuten eher auf Distribution als auf Akkumulation hin. Verkaufsspitzen während Rückgängen waren ausgeprägter als Kaufreaktionen, was auf anhaltende Vorsicht unter den Marktteilnehmern hindeutet.
Die Situation versetzt den Markt in eine fragile Lage. Wenn die Unterstützungszone um 2 Billionen US-Dollar bricht, könnte sich die Abwärtsvolatilität aufgrund der dünneren Liquidität weiter verschärfen.
Historisch fielen neue Zuflüsse in Stablecoins mit einer verbesserten Risikobereitschaft und stärkerer Kursunterstützung zusammen. Eine anhaltende Trendumkehr bei den Stablecoin-Strömen wird wahrscheinlich nötig sein, bevor sich eine dauerhafte Erholung durchsetzen kann.
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