BlackRock sieht eine Stimmungswende bei Bitcoin (BTC), da sich die Kryptowährung zunehmend von Aktienmärkten löst und Anleger in Spot-Bitcoin-ETFs weiter zukaufen – trotz eines anhaltenden Kursrückgangs.
Zentrale Punkte:
- Bitcoin hat sich 2026 laut BlackRock deutlich stärker von Aktien entkoppelt.
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche Zuflüsse von rund 853,5 Mio. US-Dollar – der höchste Wochenwert seit Mitte April.
- BlackRocks IBIT vereinte mehr als 80 % dieser Zuflüsse auf sich.
Bitcoin-ETF-Ströme
Wie The Block berichtet, erklärte BlackRock-Digitalchefs Robert Mitchnick, die Anlegerstimmung habe sich im vergangenen Monat spürbar verändert, während sich die Kursentwicklung von Bitcoin von der von Aktien entfernte. Die Entkopplung sei bereits zu Jahresbeginn deutlicher geworden, als KI-getriebene Aktien stark zulegten, Bitcoin dagegen seitwärts lief oder nachgab.
Im Juli kippte dieses Muster: KI-Werte gerieten deutlich unter Druck, während sich Bitcoin robuster zeigte – eine Entwicklung, die Mitchnick als „gesund“ für die Rolle der Kryptowährung als möglichen Portfoliodiversifikator bezeichnete.
Die Zuflussdaten untermauern anhaltendes institutionelles Interesse. US-Spot-Bitcoin-ETFs sammelten in fünf aufeinanderfolgenden Handelstagen rund 853,5 Mio. US-Dollar ein. Auf BlackRocks IBIT entfielen davon 693,7 Mio. US-Dollar, Fidelity zog weitere 116,4 Mio. US-Dollar an.
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Bitcoin-Entkopplung
Mitchnick zufolge agieren Anleger in Spot-Bitcoin-ETFs überwiegend als „fundamental orientierte, langfristige Buy-and-Hold-Investoren“, obwohl Bitcoin weiter hochvolatil bleibt. Am 10. August notierte Bitcoin bei 63.853 US-Dollar – ein Minus von rund 2 % auf Tagessicht, knapp 30 % seit Jahresbeginn 2026 und etwa 50 % unter dem Vorjahresniveau.
Der Coldcard-Exploit, bei dem Berichten zufolge mehr als 100 Mio. US-Dollar in Bitcoin aus Cold-Wallets entwendet wurden, schürt zusätzlich Spekulationen, dass manche Anleger Coins aus der Eigenverwahrung in regulierte Fonds umschichten.
Eric Balchunas, Senior-ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence, verweist darauf, dass BlackRock, Fidelity und andere Spot-Bitcoin-ETFs seit dem Coldcard-Hack durchgängig tägliche Zuflüsse melden.
Es sei „schwer, in dieser Korrelation keinen Kausalzusammenhang zu sehen“, so Balchunas – auch wenn der zeitliche Ablauf allein nicht beweise, warum Investoren gezielt in ETFs umsteigen.
Bitcoin habe bereits fünf ausgeprägte Boom-und-Bust-Phasen durchlaufen, sagt Mitchnick, wobei jede Korrektur auf einem höheren Niveau endete als der vorangegangene Zyklus – trotz teils massiver Rückschläge. Die aktuelle Schwächephase füge sich in dieses Langfristmuster ein, während die jüngere Entkopplung vom Aktienmarkt den Investoren einen weiteren Praxistest für die Diversifikations-These von Bitcoin liefert.
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