Cardano (ada) hat am 23. Juni sein bedeutendstes Skalierungs‑Testnet seit Jahren gestartet, doch frühe On‑Chain‑Daten zeigen kaum unmittelbare Auswirkungen auf die Netzwerkaktivität oder die Nutzerbeteiligung.
Wichtigste Punkte
- Das Leios Musashi Dojo Testnet von Cardano ging am 23. Juni im Rahmen der langfristigen Skalierungs‑Roadmap des Netzwerks live.
- Die täglichen Transaktionen blieben bei rund 25.000, während aktive Staking‑Adressen auf ein 120‑Tage‑Tief fielen.
- Positive Stimmung und Abflüsse von Börsen deuten darauf hin, dass Inhaber trotz schwacher Nutzungsmetriken optimistisch bleiben.
Cardano Leios
Der Start des Leios Musashi Dojo Testnets markierte einen wichtigen Meilenstein in Cardanos Skalierungsstrategie. Das Testnet stellt den ersten Live‑Test einer Technologie dar, die die Netzwerk‑Kapazität deutlich erhöhen soll, bevor 2026 ein Mainnet‑Rollout geplant ist.
Trotz der Bedeutung des Upgrades blieb die Netzwerkaktivität weitgehend unverändert. Die täglichen Transaktionszahlen hielten sich bei rund 25.000, im Einklang mit den Werten der vergangenen drei Monate, ohne nachhaltigen Anstieg nach dem Start.
Der einzige nennenswerte Transaktionssprung fand am 4. und 5. Juni statt, als die tägliche Aktivität kurzzeitig mehr als 60.000 Transaktionen überstieg. Dieser Anstieg fiel mit einem starken Marktabverkauf zusammen, was darauf hindeutet, dass eher Liquidationen als eine erhöhte Adoption den Ausschlag gaben.
Daten zur Anzahl aktiver Staking‑Adressen zeichnen ein ähnlich vorsichtiges Bild.
Die Zahl der eindeutigen Staking‑Konten, die Transaktionen tätigen, fiel am 21. Juni auf etwa 5.000 – den niedrigsten Stand seit rund vier Monaten und deutlich unter der Spanne von 7.000 bis 8.000, die Anfang des Jahres verzeichnet wurde.
Die geringere Beteiligung deutet darauf hin, dass die Begeisterung rund um das Upgrade sich bislang nicht in einer stärkeren Nutzung im Alltag niedergeschlagen hat.
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ADA‑Stimmung
Während die Netzwerkmetriken schwach blieben, zeigte das Stimmungsbild in sozialen Medien ein konstruktiveres Bild. Laut von Santiment im Bericht zitierten Daten erreichte die positive Stimmung gegenüber ADA 8,29 gegenüber einem negativen Wert von 3,13, was darauf hindeutet, dass bullische Kommentare weiterhin die bärischen überwiegen.
Die positive Stimmung schoss während der Testnet‑Startphase ebenfalls deutlich in die Höhe und erreichte Werte nahe 30. Die Daten deuten darauf hin, dass viele Anleger Leios trotz des fehlenden unmittelbaren Netzwerk‑Wachstums weiterhin als langfristigen Katalysator sehen.
Daten zu Börsenströmen untermauern diese Sicht zusätzlich. ADA verzeichnete seit Anfang Mai jede Woche Netto‑Abflüsse von Börsen – ein Trend, der oft damit verbunden ist, dass Inhaber Token in Selbstverwahrung verschieben, statt sie zum Verkauf vorzubereiten.
Allerdings hat sich das Ausmaß dieser Abflüsse deutlich abgeschwächt.
Die wöchentlichen Netto‑Abhebungen gingen von rund 27 Millionen US‑Dollar Mitte Mai auf etwa 4,53 Millionen US‑Dollar in der Woche bis zum 22. Juni zurück – ein Rückgang von mehr als 80 %. Der Trend deutet darauf hin, dass die Akkumulation anhält, aber in deutlich geringerem Tempo.
Die gemischten Signale bringen Cardano an einen wichtigen Punkt. Das größte Upgrade des Netzwerks seit Jahren hat die Erwartungen an die künftige Skalierbarkeit gestärkt, doch die aktuelle Nutzung bleibt verhalten.
In den vergangenen Monaten hat sich ADA wiederholt eher auf Erwartungen künftiger Entwicklungen als auf messbares Wachstum aktiver Nutzer gestützt. Nachhaltige Anstiege der Adressaktivität gehören daher zu den wichtigsten Kennzahlen, die es im Zuge der weiteren Umsetzung der Leios‑Roadmap zu beobachten gilt.
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