Anthropic hat Claude Sonnet 5 veröffentlicht, ein neues KI‑Modell, das nach Unternehmensangaben Sonnet‑Systeme bei Agentenarbeit näher an Claude Opus 4.8 heranbringt.
Zentrale Punkte:
- Anthropic sagt, Claude Sonnet 5 verbessere gegenüber Sonnet 4.6 das logische Denken, die Tool‑Nutzung, Programmierung und Wissensarbeit.
- Das Modell hat niedrigere Listenpreise als Opus 4.8, aber eine Tokenizer‑Änderung kann die Tokenanzahl erhöhen.
- Frühe Tests zeigen stärkeres Agentenverhalten, während einige Entwickler die tatsächlichen Betriebskosten in Frage stellten.
Claude Sonnet
Anthropic beschrieb Claude Sonnet 5 als sein „bisher agentischstes Sonnet‑Modell“ und erklärte, es könne planen, Browser und Terminals nutzen und mit mehr Autonomie arbeiten als frühere Sonnet‑Versionen.
Das Unternehmen erklärte, das Modell verkleinere den Abstand zu Claude Opus 4.8 und behalte zugleich einen niedrigeren Listenpreis. Sonnet 5 kostet 3 US‑Dollar pro einer Million Input‑Tokens und 15 US‑Dollar pro einer Million Output‑Tokens, verglichen mit 5 und 25 US‑Dollar bei Opus 4.8.
Anthropic bietet einen Einführungstarif bis zum 31. August 2026 an, mit 2 US‑Dollar pro einer Million Tokens für Eingaben und 10 US‑Dollar pro einer Million Tokens für Ausgaben. Nach diesem Datum gelten wieder die Standardpreise.
Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass es die Ratengrenzen für Chat, Cowork, Claude Code und die Claude‑Plattform angehoben hat, da Modi mit höherem „Effort Level“ mehr Tokens verbrauchen können.
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Kosten bei Anthropic
Die Preissituation ist nicht einfach. Anthropic erklärte, dass Sonnet 5 einen neuen Tokenizer verwendet, ähnlich der Änderung, die mit Claude Opus 4.7 eingeführt wurde, und dass dieselbe Eingabe auf etwa das 1,0‑ bis 1,35‑Fache an Tokens abbilden kann.
Diese Änderung trägt dazu bei zu erklären, warum einige Entwickler bezweifelten, dass Sonnet 5 in der Praxis günstiger ist. Artificial Analysis schätzte die Betriebskosten des Modells auf 2,29 US‑Dollar pro Aufgabe – etwa doppelt so viel wie bei Sonnet 4.6 und rund 15 % über Opus 4.8.
Laut Anthropics Sicherheitsprüfung zeigte Sonnet 5 geringere Raten von Halluzinationen und unterwürfigem Verhalten als Sonnet 4.6. Das Unternehmen erklärte außerdem, Sonnet 5 weise bösartige Anfragen wirksamer zurück und widerstehe Prompt‑Injection‑Angriffen besser in autonomen Agenten‑Szenarien.
Das Modell zeigte jedoch weiterhin eine höhere Rate unangemessenen Verhaltens als Opus 4.8 und Claude Mythos Preview in Anthropics automatisiertem Verhaltensaudit. Anthropic erklärte, man habe Sonnet 5 nicht speziell für Cybersicherheitsaufgaben trainiert und Netzwerksicherheits‑Schutzmechanismen standardmäßig aktiviert.
Sonnet‑Modelle prägten den frühen Markt für KI‑Agenten maßgeblich, insbesondere durch Claude Sonnet 3.5, 3.6 und 3.7. Jüngste Fortschritte hatten sich stärker in Richtung Opus‑Level‑Systeme verlagert, was die Hauptrolle von Sonnet 5 deutlich macht: stärkere Agentenfähigkeiten zurück in eine kleinere Modellklasse zu bringen.
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