Coinbase könnte seine Stablecoin-Einnahmen unter dem GENIUS Act, der beim Inkrafttreten im Juli 2025 erstmals einen bundesweiten Rahmen für die Emission von Stablecoins schuf, auf das bis zu Siebenfache des aktuellen Niveaus steigern. Das geht aus einer Analyse der Bloomberg-Analysten Paul Gulberg und Samuel Radowitz hervor, die darauf hinweisen, dass die Börse im vergangenen Jahr bereits schätzungsweise 1,35 Milliarden Dollar an stablecoinbezogenen Einnahmen erzielte – ein Anstieg um 48 % gegenüber 911 Millionen Dollar im Jahr 2024.
Was geschah: Prognose für Stablecoin-Einnahmen
Gulberg und Radowitz veröffentlichten eine Analyse, in der sie prognostizieren, dass die an USDC (USDC), den von Circle emittierten dollar-gebundenen Token, geknüpften Einnahmen von Coinbase unter günstigen regulatorischen Bedingungen um das Zwei- bis Siebenfache gegenüber dem aktuellen Niveau steigen könnten.
Der Einnahmestrom stammt aus Zinsen auf die Reserven, die USDC hinterlegen und hauptsächlich in US-Staatsanleihen sowie andere risikoarme Instrumente investiert sind.
Stablecoin-Einkünfte machten im Jahr 2025 19 % der gesamten Jahreserlöse von Coinbase aus. Anders als Handelsgebühren, die mit der Marktvolatilität schwanken, erwies sich dieses Segment als widerstandsfähig, selbst als die Preise von Bitcoin (BTC) Ende 2025 stark einbrachen und der Umsatz im vierten Quartal um 20 % zurückging.
Die Coinbase-Aktie, gehandelt unter dem Ticker COIN, stieg während der Sitzung am Mittwoch in Richtung 185 Dollar, ein Plus von 22 % innerhalb von 24 Stunden.
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Warum das wichtig ist: Rückenwind durch Regulierung
Der GENIUS Act beseitigte zentrale Hürden, die die Nutzung von USDC in grenzüberschreitenden Zahlungen und Händlerabwicklungen begrenzt hatten. Eine breitere Nutzung durch Unternehmen und Finanzinstitute würde den Umlauf von USDC ausweiten, höhere Treasury-gestützte Reserven erfordern und zusätzliche Zinseinnahmen generieren, an denen Coinbase beteiligt ist. Ob die Börse das obere Ende der Bloomberg-Prognose erreicht, hängt unter anderem davon ab, ob sie weiterhin Prämien für Kunden anbieten kann, die USDC halten – ein Mechanismus, der die Einführung nach Einschätzung der Analysten deutlich beschleunigen könnte.
Selbst wenn Bonusprogramme im Zuge der laufenden Verhandlungen über den CLARITY Act zurückgefahren werden, dürfte das klarere regulatorische Umfeld weiterhin ein deutliches Wachstum bei der Stablecoin-Nutzung unterstützen.
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