Coinbase hat den Aktienhandel für US-Kunden gestartet und positioniert sich damit als „Everything Exchange“, obwohl das Unternehmen in einen Markt eintritt, der von etablierten Wettbewerbern wie dem Rivalen Robinhood dominiert wird.
CEO Brian Armstrong told Fortune, dass die Börse ein langfristiges Spiel verfolgt, das auf tokenisierten Aktien basiert, die letztlich 24/7 auf Blockchain-Infrastruktur statt über herkömmliche Abwicklungssysteme gehandelt werden sollen.
Die Plattform bietet derzeit kommissionsfreien Handel mit wichtigen Aktien und ETFs an, die an fünf Wochentagen rund um die Uhr über die Tochtergesellschaft Coinbase Capital Markets verfügbar sind. Es gibt Pläne, die Abdeckung auf Tausende weitere Wertpapiere auszuweiten.
Vision für blockchain-native Aktien
Armstrong predicts, dass die Emission blockchain-nativer Aktien innerhalb von zwei Jahren beginnen wird. Jüngere Unternehmen dürften dabei frühe Anwender werden, bevor etablierte Firmen Blockchain als überlegene Technologie für die Verwaltung von Aktien anerkennen.
„Wir verfügen über tiefgehende Krypto-Expertise, die vertrauenswürdigste Marke im Kryptobereich und wir verwahren mehr Krypto-Assets als jedes andere Unternehmen“, sagte Armstrong und positioniert Coinbase damit als Brücke zwischen traditionellem Finanzwesen und Kryptomärkten.
Die Börse plant, Anfang 2026 Aktien-Perpetuals für Nicht-US-Händler einzuführen, die einen gehebelten Zugang über Derivate ohne Verfallsdatum bieten – ein Produkt, das in Kryptomärkten entwickelt wurde.
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Marktdynamik und Wettbewerb
Die Aktien von Robinhood haben die Coinbase-Aktie in den vergangenen Jahren deutlich übertroffen, obwohl Coinbase eine dominante Kryptowährungsmarke und eine Marktkapitalisierung von 66 Milliarden US-Dollar vorweisen kann.
Die Einführung des Aktienhandels erfolgte im Rahmen einer breiteren Expansion, die auch Prognosemärkte über eine Partnerschaft mit Kalshi sowie eine institutionelle Tokenisierungsplattform für Real-World-Assets umfasst.
Armstrong stellte in Aussicht, dass Coinbase das erste Unternehmen werden könnte, das Aktionärsdividenden in Bitcoin auszahlt, auch wenn die regulatorischen Rahmenbedingungen für blockchain-native Wertpapiere noch durch ausstehende Gesetzgebung wie the stablecoin-focused GENIUS Act entwickelt werden.
Ob kryptoaffine Kunden den Aktienhandel im großen Stil annehmen werden, ist weiterhin unklar. Der Erfolg hängt davon ab, ob es Coinbase gelingt, sich über verlängerte Handelszeiten hinaus klar von etablierten Anbietern zu unterscheiden.
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