DeepSeek sammelt 7,4 Mrd. US‑Dollar ein und steigt in Chinas KI‑Topliga auf

DeepSeek sammelt 7,4 Mrd. US‑Dollar ein und steigt in Chinas KI‑Topliga auf

DeepSeek hat in seiner ersten externen Finanzierungsrunde rund 50 Milliarden Yuan – umgerechnet etwa 7,4 Milliarden US‑Dollar – eingesammelt und kommt damit auf eine Bewertung von 52 Milliarden US‑Dollar. Hauptinvestoren sind Tencent und CATL.

Wichtigste Eckdaten:

  • DeepSeek schließt seine erste externe Finanzierungsrunde über rund 7,4 Mrd. US‑Dollar bei einer Bewertung von 52 Mrd. US‑Dollar ab.
  • Tencent steigt als größter externer Investor ein, Batteriekonzern CATL beteiligt sich als strategischer Partner.
  • Gründer Liang Wenfeng steuert rund 20 Mrd. Yuan aus eigenen Mitteln bei.

Details zur Finanzierungsrunde

Das chinesische KI‑Labor hat die Runde am 17. Juli abgeschlossen und dabei rund 30 Milliarden Yuan von externen Investoren eingesammelt, verteilt auf etwa ein Dutzend Adressen. Liang Wenfeng, Gründer und CEO von DeepSeek, brachte zusätzlich rund 20 Milliarden Yuan eigenes Kapital ein. Tencent sagte 10 Milliarden Yuan zu – der größte einzelne externe Anteil und ein deutlicher Strategiewechsel für ein Unternehmen, das das Labor bislang eher aus der Distanz beobachtet hatte.

Der weltgrößte Hersteller von Batterien für Elektrofahrzeuge, CATL, beteiligte sich mit etwa 5 Milliarden Yuan.

Auch NetEase, JD.com und ein staatlich gestützter KI‑Fonds stiegen ein – ein Investorenkreis, der bereits vor Wochen erstmals berichtet wurde.

Die Post‑Money‑Bewertung von 52 Milliarden US‑Dollar entspricht einem Sechsfachen der gut 10 Milliarden US‑Dollar, die das Labor noch im April wert war, und zählt zu den größten privaten Tech‑Finanzierungen in der chinesischen Geschichte.

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Tencent setzt ein Signal im KI‑Wettlauf

Der Einstieg markiert eine klare Kehrtwende für ein Labor, das externe Investoren lange bewusst außen vor gelassen hatte. Analysten werten den Schritt als Übergang von einer unabhängigen Forschungseinheit hin zu einem kommerziellen Schwergewicht – und als Möglichkeit für Tencent, im nationalen KI‑Rennen gegen Alibaba und ByteDance Boden gutzumachen. DeepSeek will die frischen Mittel in Mitarbeiterbindung, Aktienprogramme und die Weiterentwicklung seiner Modelle stecken, nachdem der drastische Preisnachlass für das Flaggschiff‑Modell dauerhaft gemacht wurde.

CATL treibt sein Geschäft längst über Batterien hinaus in Richtung KI‑Infrastruktur voran, um den wachsenden Bedarf an Stromversorgung und Energiespeicherung für Rechenzentren zu bedienen. Das Investment unterstreicht, wie stark sich KI inzwischen quer durch Chinas Konzernlandschaft frisst.

Mit 52 Milliarden US‑Dollar bleibt DeepSeek zwar deutlich hinter den US‑Schwergewichten, mit denen es verglichen wird: OpenAI wird auf rund 852 Milliarden US‑Dollar geschätzt, Anthropic gar auf 965 Milliarden US‑Dollar.

DeepSeek sorgte Anfang vergangenen Jahres für Aufsehen, als sein Reasoning‑Modell R1 westliche Systeme, darunter OpenAIs o1, bei einem Bruchteil der Trainingskosten erreichte.

Die Veröffentlichung löschte an einem einzigen Handelstag fast 600 Milliarden US‑Dollar an Börsenwert bei Nvidia – der größte Tagesverlust in der US‑Marktgeschichte – und zwang Investoren und Entwickler zu einem Umdenken, wie viel Rechenleistung Spitzen‑KI tatsächlich benötigt.

Bislang war das Labor ausschließlich durch seine Muttergesellschaft, den Quant‑Fonds High-Flyer Capital Management, finanziert worden. Mit der ersten externen Runde betritt DeepSeek nun die Bühne als Akteur mit deutlich größerem politischem und finanziellem Gewicht.

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