Dogecoin (DOGE), die nach Marktkapitalisierung größte Memecoin, steuert auf eine historische Unterstützungszone zu, die mit einer früheren Rally von 887 % verknüpft ist – während ein mögliches Abwickeln von Yen-Carry-Trades im Volumen von 250 Mrd. Dollar das Erholungsszenario bedroht.
Kernaussagen:
- Dogecoin nähert sich der Zone zwischen 0,048 und 0,063 Dollar, die früher Kursanstiege von rund 224 % und 887 % in vorangegangenen Zyklen einleitete.
- Gelingt eine Verteidigung dieser Unterstützungszone, könnten zunächst 0,088 Dollar und anschließend der Widerstandsbereich zwischen 0,11 und 0,12 Dollar ins Visier rücken.
- Mögliche weitere Zinserhöhungen in Japan und den USA könnten eine erneute Auflösung von Yen-Carry-Trades auslösen und Risikoanlagen unter Druck setzen.
Dogecoin vor wichtigem Support-Test
DOGE notierte am Dienstag, 4. August, bei rund 0,07 Dollar – etwa 85 % unter dem Hoch vom Ende 2024 nahe 0,48 Dollar – und liegt weiterhin unter den wesentlichen exponentiellen gleitenden Durchschnitten (EMA) auf Wochenbasis. Verkäufer behalten damit die Kontrolle über den übergeordneten Trend.
Die Kryptowährung bewegt sich auf die Zone zwischen 0,048 und 0,063 Dollar zu – rund 30 % unter dem aktuellen Niveau –, die sich von 2022 bis Anfang 2024 als Akkumulationsbereich etabliert hatte.
Ein Test im Juni 2022 ging einem Anstieg von etwa 224 % voraus; eine spätere Rückkehr in dieselbe Spanne leitete anschließend eine Rally von 887 % bis knapp 0,48 Dollar ein. Der wöchentliche Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit rund 32,7 bereits in der Nähe der überverkauften Schwelle von 30 und könnte bei anhaltendem Rückgang weiter darunter rutschen.
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Makrorisiken für Dogecoin
Hält der Support, könnte eine erste technische Gegenbewegung die 20‑Wochen‑EMA bei rund 0,088 Dollar ins Spiel bringen, bevor der Widerstand zwischen 0,11 und 0,12 Dollar getestet wird. Ein Wochenschlusskurs unter 0,05 Dollar würde dieses bullische Szenario deutlich schwächen.
Die Bank of Japan beließ ihren Leitzins im Juli bei 1 %, nachdem sie ihn im Juni um 25 Basispunkte angehoben hatte. Ratsmitglied Hajime Takata sprach sich jedoch für eine sofortige Anhebung auf 1,25 % aus. An den Terminmärkten werden die Chancen für eine Zinserhöhung im September inzwischen auf rund 40 % geschätzt, nachdem die Rendite zweijähriger japanischer Staatsanleihen auf 1,51 % gestiegen war.
Die US-Notenbank Federal Reserve stellt einen zweiten Risikofaktor dar: Terminmärkte preisen zunehmend eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September ein. Laut CME FedWatch ist die implizite Wahrscheinlichkeit binnen einer Woche von 55,8 % auf etwa 62,5 % gestiegen.
Ein gleichzeitiges Straffen der Geldpolitik in Japan und den USA könnte den Yen stärken und die Auflösung von Yen-finanzierten Carry-Trades beschleunigen. Während der Abwicklungswelle im August 2024 verlor der japanische Nikkei-Index fast 20 %, der S&P 500 gab mehr als 5 % nach, und Bitcoin (BTC) fiel um rund 15 %.
Das Volumen der betroffenen gehebelten Positionen wurde damals auf etwa 40 Billionen Yen beziehungsweise 250 Mrd. Dollar geschätzt.
Die aktuelle Konstellation bei Dogecoin folgt auf einen langen Rückgang von rund 0,48 Dollar Ende 2024 auf etwa 0,07 Dollar am 4. August – ein Einbruch von etwa 85 %. Vor diesem Hintergrund markiert die Zone zwischen 0,048 und 0,063 Dollar die nächste große Bewährungsprobe für den Markt – aber noch keinen Beleg für eine nachhaltige Trendwende.
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