„Big Short“-Investor Steve Eisman rührt SpaceXs 1,77-Billionen-Dollar-Börsengang nicht an

„Big Short“-Investor Steve Eisman rührt SpaceXs 1,77-Billionen-Dollar-Börsengang nicht an

Steve Eisman, der Händler, der vor dem Crash von 2008 Subprime-Hypotheken leerverkaufte, will mit dem SpaceX-Börsengang im Volumen von 1,77 Billionen Dollar, der diese Woche bepreist werden soll, nichts zu tun haben.

Zentrale Punkte:

  • Eisman sagte, er halte sich vom SpaceX-Angebot fern und verglich dessen Prospekt mit Science-Fiction.
  • Er verwies auf einen starken Anstieg der Investitionsausgaben im Zuge des KI-Schwenks, von 42 % des Umsatzes auf 215 %.
  • Der Börsengang könnte rund 75 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 1,77 Billionen Dollar einspielen – der größte IPO aller Zeiten.

Eisman verreißt den SpaceX-Prospekt

Eisman, der den Podcast „Real Eisman Playbook“ moderiert und früher Gelder bei Neuberger Berman verwaltete, sagte am Montag in CNBCs „Squawk Box“, dass er bei dem Börsengang nicht mitmachen werde. Er erklärte, der eigene Prospekt des Unternehmens habe seine Skepsis geprägt; besonders ein formuliertes Ziel, Asteroiden abzubauen, habe er eher als amüsant denn als glaubwürdig empfunden.

Das S-1 lese sich seiner Darstellung nach eher wie ein Science-Fiction-Roman als wie ein nüchterner Geschäftsplan, mit Versprechen, die der kurzfristigen Realität des Unternehmens weit vorausliefen.

Auch lesen: OpenAI Joins $852B IPO Race As Anthropic And SpaceX Charge Ahead

Eismans Zweifel am KI-Schwenk

Eismans tieferliegende Sorge ist der Schwenk in Richtung Künstliche Intelligenz, der den Raketenbauer in ein weitaus kapitalintensiveres Unternehmen verwandelt hat, als es das Startgeschäft allein vermuten ließe. Die Investitionsausgaben sind gestiegen von 42 % des Umsatzes im Geschäftsjahr 2023 auf 215 % im jüngsten ersten Quartal, angetrieben vom Aufbau von KI-Rechenkapazitäten.

Er wertete den Sprung als Teil eines breiteren Wandels in der Techbranche und verwies auf Googles jüngste Kapitalaufnahme von 80 Milliarden Dollar als Hinweis darauf, wie geldhungrig der Sektor geworden sei.

Grok, SpaceXs eigene KI-Lösung, wies er als deutlich unter Weltklasse zurück. Die Ergebnisse im gesamten Feld seien austauschbar, argumentierte er; Nutzer wechselten zwischen Modellen hin und her, und es gebe keine dauerhaften Burggräben mehr, die es zu verteidigen gelte.

Das S-1 beziffert den insgesamt adressierbaren Markt auf 28,5 Billionen Dollar, wobei rund 85 % auf KI statt auf Raketen oder Starlink entfallen.

Dennoch machte Eisman klar, dass er nicht gegen die Aktie wetten werde. Er bleibe lieber an der Seitenlinie, als einem Trade hinterherzulaufen, an den er nicht glaubt – ungeachtet des Hypes um das Angebot.

SpaceX-IPO peilt Rekord an

SpaceX plant, rund 555,6 Millionen Aktien zu je 135 Dollar zu verkaufen – ein Deal, der etwa 75 Milliarden Dollar einbringen und das Unternehmen auf fast 1,77 Billionen Dollar bewerten könnte. Die endgültige Preisfestsetzung wird nach Börsenschluss am 11. Juni erwartet; die Aktie soll an der Nasdaq unter dem Kürzel SPCX gehandelt werden und damit den Börsengang von Saudi Aramco aus dem Jahr 2019 als größten aller Zeiten übertreffen.

Das Unternehmen von Elon Musk meldete für 2025 einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar, ein Plus von 33 %, verbuchte jedoch weiterhin einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden Dollar, da Raketen, Satelliten und Rechenzentren finanziert wurden. Eisman ist diesen Weg schon einmal gegangen: Er hatte Tesla jahrelang leerverkauft, bevor er die Position 2020 aufgab. Später stellte er diesen Rückzug eher als Disziplin denn als Niederlage dar und sagte den Zuschauern, es gebe „keinen Ruhm im Geldverlieren“.

Als Nächstes lesen: Bitcoin Drawdown Reveals Why Big Buyers Still Want More BTC

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.