Ethereum (ETH) ist in den letzten fünf Tagen um 27 % gefallen und wird nun bei etwa 2.211 $ gehandelt. Damit liegt die zweitgrößte Kryptowährung nur noch 9,2 % darüber, die psychologisch wichtige Marke von 2.000 $ zu unterschreiten, während On-Chain-Daten zeigen, dass der Akkumulationsschwung nachlässt und die Nettozuflüsse zu den Börsen sinken.
Was passiert ist: ETH fällt auf wichtige Unterstützung zu
Daten zur Nettoposition der Börsen zeigen in den letzten Sitzungen eine Veränderung im Marktverhalten. Die Kaufdynamik, die sich in den vorangegangenen zwei Wochen aufgebaut hatte, hat deutlich nachgelassen, und die Indikatoren für Nettokapitalzuflüsse gehen stetig zurück.
ETH liegt derzeit knapp über der Unterstützungszone bei 2.205 $. Die geringere Nachfrage auf diesem Kursniveau erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Verluste, bevor es zu einer Stabilisierung kommt.
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Warum das wichtig ist: MVRV signalisiert mögliche Erschöpfung
Trotz der bärischen Kursentwicklung deuten Makroindikatoren darauf hin, dass sich die Bedingungen einem möglichen Wendepunkt nähern. Das Verhältnis von Marktwert zu realisiertem Wert (Market Value to Realized Value, MVRV) ist in die von Analysten so genannte „Opportunity Zone“ eingetreten – einen Bereich zwischen -12 % und -24 %, der historisch oft Phasen der Verkaufsermüdung markiert.
In früheren Marktzyklen folgten auf MVRV-Werte in diesem Bereich häufig zeitnah Trendwenden. Eine Sättigung der Verluste neigt dazu, weiteren Verkaufsdruck zu dämpfen, da Anleger vermeiden wollen, noch tiefere Buchverluste zu realisieren.
Sollte die Nachfrage in der Nähe der aktuellen Unterstützungszonen ausbleiben, könnte ETH in Richtung 1.796 $ abrutschen. Für ein Erholungsszenario wäre erneutes Kaufinteresse von wertorientierten Marktteilnehmern nötig, die bereit sind, zu rabattierten Kursen zu akkumulieren.
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