Ethereums (ETH) Proof-of-Stake-Vertragsadresse hält nun mehr als die Hälfte aller jemals ausgegebenen Ether – ein Novum in der 11-jährigen Geschichte des Netzwerks, so der On-Chain-Analyseanbieter Santiment – auch wenn die Kennzahl eher eine Besonderheit der Zählweise des Angebots widerspiegelt als die rund 30 % der aktiv von Validierern gestakten Token.
Was ist passiert: Staking-Tresor überschreitet 50 %
Santiment berichtete am Mittwoch, dass die Proof-of-Stake-Vertragsadresse, die als ein „Einbahn-Tresor, der ETH vorübergehend sperrt, um das Netzwerk zu sichern“ beschrieben wurde, 50,18 % der historisch ausgegebenen Ether angesammelt hat, bevor Verbrennungen berücksichtigt werden.
Die Zahl unterscheidet sich deutlich von der oft zitierten Staking-Rate von rund 30 %, da etwa 37 Millionen ETH aktiv von einer Gesamtmenge von 121,4 Millionen Token gestaket werden. Die Diskrepanz liegt an der Funktionsweise des Vertrags.
Wenn Validierer abziehen, wird ihr Ether als neu ausgegebene Coins im Ethereum-Hauptnetz wieder in den Umlauf gebracht, anstatt direkt aus dem Tresor entnommen zu werden. „Infolgedessen kann sich das bestehende Angebot je nachdem unterscheiden, ob nur vor dem Burn ausgegebene oder die gesamten, nach dem Burn vorhandenen Coins gezählt werden“, erklärte Santiment.
Unabhängig von der Zählmethode befindet sich die Nachfrage nach Staking auf Rekordniveau. Die Eintrittswarteschlange für Validierer umfasst etwa 3,9 Millionen ETH mit einer Wartezeit von 67 Tagen, während die Ausstiegswarteschlange auf ihren bisher niedrigsten Stand von rund 11.500 ETH und weniger als fünf Stunden gefallen ist.
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Warum es wichtig ist: Wachsende Angebotsbindung
Santiment prognostizierte, dass der Anteil des Tresors weiter steigen wird, „insbesondere wenn der Handel während Bärenzyklen nachlässt“. Diese Einschätzung passt zu den aktuellen Marktbedingungen.
Panikverkäufe im Einzelhandel haben ETH unter 2.000 US-Dollar gedrückt; der Token berührte diesen Wert am späten Dienstag kurzzeitig, bevor er während der asiatischen Sitzung am Mittwoch auf 1.970 US-Dollar fiel. Analyst Merlijn The Trader vertrat eine konträre Sichtweise: „Ethereum ist im Moment nicht teuer, es ist langweilig. In der Langeweile werden Positionen aufgebaut.“
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