Fidelity verzeichnet 43,1 Mio. US‑Dollar Bitcoin-Abflüsse – BlackRock stockt Bestände weiter auf

Fidelity verzeichnet 43,1 Mio. US‑Dollar Bitcoin-Abflüsse – BlackRock stockt Bestände weiter auf

Der börsengehandelte Spot-Bitcoin-Fonds (BTC) von Fidelity verbuchte am Mittwoch Abflüsse in Höhe von 43,1 Mio. US‑Dollar. Zuflüsse in Wettbewerberprodukte reichten jedoch aus, um die gesamte Kategorie für die Sitzung wieder in die Gewinnzone zu bringen.

Wichtigste Punkte:

  • Fidelitys FBTC verzeichnete am 29. Juli mit 43,1 Mio. US‑Dollar die größte Tagesrückgabe unter allen US‑Spot-Bitcoin-Fonds.
  • BlackRocks IBIT nahm in derselben Sitzung 89,8 Mio. US‑Dollar auf und hievte die Gruppe damit auf Nettomittelzuflüsse von 32,1 Mio. US‑Dollar.
  • Ein On-Chain-Stressindikator legte zum zweiten Mal binnen drei Tagen zu, doch Börsenströme bestätigen das Signal bislang nicht.

Abflüsse bei Fidelity FBTC werden durch Zuflüsse in BlackRock IBIT kompensiert

Zuflussdaten zeigen, dass BlackRocks IBIT am 29. Juli rund 89,8 Mio. US‑Dollar anzog – just an dem Tag, an dem Fidelitys FBTC die höchsten Einzelabflüsse der gesamten Produktpalette meldete. Der Fidelity-Fonds kommt damit auf kumulierte Nettomittelzuflüsse von rund 9,96 Mrd. US‑Dollar. Das BlackRock-Produkt liegt nach dem jüngsten Zuwachs bei über 60 Mrd. US‑Dollar und damit mit weitem Abstand an der Spitze. Ark Invests ARKB verbuchte Abflüsse von 14,62 Mio. US‑Dollar, alle übrigen Fonds schlossen weitgehend unverändert.

Die US‑Spot-Bitcoin-ETFs lagen unter dem Strich dennoch 32,1 Mio. US‑Dollar im Plus und beendeten damit eine vier Tage währende Serie von Nettomittelabflüssen, in deren Verlauf seit dem 23. Juli insgesamt 526,5 Mio. US‑Dollar abgezogen worden waren. Ethereum-Produkte (ETH) hingegen drehten in Nettomittelabflüsse von 18,7 Mio. US‑Dollar.

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Axel Adler Jr. erkennt lokales Bitcoin-Stresssignal

On-Chain-Analyst Axel Adler Jr. berichtet, dass sein Local Market Stress Index am Mittwoch auf 16 anstieg – der zweite Impuls dieser Art binnen drei Tagen. Den Ausschlag lieferte allein die Kursentwicklung. Sowohl die Zuflüsse zu Börsen als auch die Hebelung im Derivatehandel blieben weitgehend unverändert. Genau dieser Mangel an Bestätigung verhinderte ein noch stärkeres Ausschlagen des Indikators.

Adler beschreibt das Signal als „real, aber begrenzt“ und attestiert dem Markt Stress ohne Kapitulation. „Der Anstieg ist real, wird aber ausschließlich durch downside price stress getragen“, schreibt er und ergänzt, ein Sprung über die Marke von 40 sei unwahrscheinlich, solange die Börsenströme ruhig bleiben.

Die Differenzierung ist bedeutsam: Derselbe Index hatte am 28. Juli 52 erreicht, als der Flow-Stress auf rund 88 sprang und gleichzeitig bei fallenden Kursen verstärkt Coins auf die Börsen wanderten. Am 4. Juni wurde unter denselben Vorzeichen sogar ein Wert von 71 gemessen. In beiden Fällen entwickelte sich aus einer normalen Korrektur akuter Marktstress – ein Muster, das sich in den aktuellen Messwerten nicht widerspiegelt.

Bitcoin-ETF-Ströme spiegeln Zinspfad der Fed

Die US-Notenbank Federal Reserve beschloss am Mittwoch mit 9:3 Stimmen, ihren Leitzinskorridor bei 3,5 bis 3,75 % zu belassen. Drei Präsidenten regionaler Notenbanken votierten unter Vorsitz von Kevin Warsh für eine Anhebung.

Manche Marktbeobachter werten die vor der Entscheidung verzeichneten Rückgaben als temporäre Risikoanpassung. Terminmärkte preisen inzwischen zwei Zinsschritte um jeweils 25 Basispunkte bis zum Jahresende ein.

Trotz erheblicher Umschichtungen liegt der Monat Juli für die Spot-Bitcoin-ETFs nahezu ausgeglichen: Monatliche Nettomittelzuflüsse von 204,7 Mio. US‑Dollar stehen wöchentlichen Abflüssen von 29,29 Mio. US‑Dollar gegenüber.

Bitcoin notierte am Donnerstag bei rund 64.500 US‑Dollar und damit knapp über dem 20‑Tage-Simple Moving Average von 64.468 US‑Dollar, aber deutlich unter der 200‑Tage-Linie bei 71.599 US‑Dollar. Das Rekordhoch von 125.000 US‑Dollar aus Oktober 2025 wurde seither nicht mehr erreicht.

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