Sowohl Gold als auch Silber wurden am Mittwoch stark abverkauft, nachdem das Weiße Haus einen iranischen Bericht über ein Friedensabkommen in der Strait of Hormuz als erfunden zurückwies.
Kernpunkte:
- Gold und Silber drehten heftig nach unten, nachdem ein gemunkelter US‑Iran-Friedensrahmen innerhalb von Stunden zusammenbrach.
- Gold fiel von über 4.500 $ in den Bereich um 4.428 $, während Silber auf 73,97 $ abrutschte.
- Makrobelastungen wie erhöhte Realrenditen und schwindende Zinssenkungserwartungen setzten beide Metalle zusätzlich unter Druck.
Gold‑Silber‑Abverkauf
Die Umkehr begann, nachdem iranische Staatsmedien einen angeblichen Entwurf eines Memorandums veröffentlichten, das die Wiederöffnung der Meerenge und die Aufhebung der US‑Seeblockade vorsah.
Öl fiel unter 89 $ pro Barrel, da Händler ein nachlassendes Angebotsrisiko einpreisten.
Anschließend bestritt das Weiße Haus den Bericht, bezeichnete das Dokument als komplette Fälschung und warnte davor, iranischen Staatsmedien zu vertrauen. Die Kehrtwende erzwang eine schnelle Neubewertung des Risikos über den gesamten Rohstoffkomplex hinweg.
Von Analyst Max Crypto geteilte Charts zeigen Gold, das innerhalb weniger Stunden von über 4.500 $ in die Zone um 4.428 $ abrutschte. Silber fiel von rund 75,50 $ auf 73,97 $, ein Rückgang von etwa 2,6 %.
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Warum Metalle reagierten
Beide Metalle reagieren ungewöhnlich sensibel auf Inflationserwartungen und geopolitische Risiken, was die narrative Achterbahnfahrt besonders heftig machte.
Käufer zogen sich fast sofort zurück.
Der Abverkauf zeigte sich in kräftigen roten Kerzen – ein Muster, das eher auf hastige Ausstiege von Tradern als auf einen schrittweisen Positionsabbau hindeutet.
Das zugrunde liegende Makrobild hat sich kaum verändert. Die US‑Verbraucherstimmung fiel zwischen April und Mai von 93,8 auf 93,1, und die Anleihemärkte preisen keine Zinssenkungen ein, wodurch die Realrenditen hoch bleiben.
Jeder Erholungsversuch im Bereich von etwa 4.430 bis 4.460 $ bei Gold wurde schnell abgewiesen, während Verkäufer bei Silber jedes Mal wieder die Kontrolle übernahmen, wenn sich der Preis zu stabilisieren schien.
Ausblick für Gold und Silber
Vorerst reagieren beide Metalle eher auf kurzfristige Unsicherheit als auf einen Bruch ihrer längerfristigen Trendstrukturen, die während der vorangegangenen Rally ausgebildet wurden.
Edelmetalle erleben im gesamten Frühling heftige Schwankungen. Die Krise in der Straße von Hormus, die Ende Februar zur Schließung der Wasserstraße führte, ließ Silber zeitweise um mehr als 20 % von seinem Hoch fallen, während Gold oberhalb der strukturellen Unterstützung nahe 4.500 $ blieb. Frühere Waffenstillstands-Schlagzeilen im April lösten einen kurzen Silberanstieg von 6 % aus, bevor Gewinnmitnahmen die Bewegung wieder auslöschten – ein weiteres Beispiel dafür, wie stark die Metalle inzwischen auf jede Iran‑Entwicklung reagieren.
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