Goldman Sachs hat gewarnt, dass systematische Fonds im nächsten Monat bis zu 80 Milliarden US‑Dollar an Aktien abstoßen könnten – eine Entschuldungswelle, die auf Bitcoin (BTC), Gold und Silber übergreifen könnte, da sich die Liquiditätsbedingungen an den globalen Märkten verschlechtern.
Was passiert ist: Systematischer Verkauf
Der Handelstisch von Goldman berichtete, dass trendfolgende Fonds, bekannt als Commodity Trading Advisers, bereits Verkaufssignale im S&P 500 ausgelöst haben. Die Bank schätzt, dass rund 33 Milliarden US‑Dollar an Aktien innerhalb einer Woche verkauft werden könnten, falls sich die Märkte weiter abschwächen, wie ein Beitrag vom 8. Februar von Walter Bloomberg auf X erklärt.
Die Modelle von Goldman deuten darauf hin, dass in den kommenden Wochen bis zu weitere 80 Milliarden US‑Dollar an systematischen Verkäufen ausgelöst werden könnten, wenn der S&P 500 weiter fällt oder wichtige technische Marken durchbricht.
Die Marktbedingungen sind bereits fragil, die Liquidität verschlechtert sich und die Optionspositionierung verändert sich auf eine Weise, die Kursschwankungen verstärken kann.
Wenn Dealer „short Gamma“ positioniert sind, sind sie gezwungen, in fallende Märkte hinein zu verkaufen und in steigende Märkte hinein zu kaufen. Das verstärkt die Volatilität und beschleunigt die Bewegungen innerhalb eines Handelstages. Goldman hob hervor, dass andere systematische Strategien – darunter Risk‑Parity‑ und Volatilitäts‑Kontroll‑Fonds – noch Spielraum haben, ihre Engagements weiter zu reduzieren, falls die Volatilität weiter zunimmt.
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Warum das wichtig ist: Cross‑Asset‑Ansteckung
Historisch haben große, flussgetriebene Aktienverkäufe und sich verschärfende Liquiditätsbedingungen die Volatilität über makrosensitive Anlageklassen hinweg erhöht, einschließlich Krypto. Bitcoin, das in Phasen von Liquiditätsstress zunehmend im Einklang mit der allgemeinen Risikoaversion gehandelt wird, könnte erneuter Volatilität ausgesetzt sein, wenn erzwungene Verkäufe im Aktienmarkt zunehmen.
Goldmans interner Panic Index hat vor Kurzem Niveaus erreicht, die mit extremem Stress verbunden sind.
Unterdessen zeigen Privatanleger nach einem Jahr aggressiver „Buy‑the‑Dip“-Strategien erste Ermüdungserscheinungen; jüngste Zuflüsse deuten eher auf Nettoverkäufe als auf Käufe hin.
Turbulenzen an den Aktienmärkten können komplexe Cross‑Asset‑Ströme auslösen. Während Risikoaversion normalerweise Druck auf Rohstoffe ausübt, können Edelmetalle wie Gold und Silber in Zeiten erhöhter Unsicherheit auch als sicherer Hafen gefragt sein. Das kann – abhängig von den allgemeinen Liquiditätstrends und der Stärke des US‑Dollars – zu starken Bewegungen in beide Richtungen führen.
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