Eine cross-asset Liquidationswelle, ausgelöst durch Nachrichten zu den Investitionen von Microsoft in künstliche Intelligenz, schickte Gold um etwa 8 % nach unten, Silber stürzte fast 12 % ab, und Bitcoin (BTC) fiel rund 9 %. Gleichzeitig wurden damit fast 300 Millionen US‑Dollar an Krypto-Long-Positionen liquidiert und das Binance-Open-Interest wieder über das Niveau vor dem 10. Oktober auf etwa 123.500 BTC getrieben.
Was geschah: Microsoft-News lösen cross-asset Ausverkauf aus
Der Ausverkauf begann, nachdem Ankündigungen im Zusammenhang mit Microsofts Investitionen in künstliche Intelligenz die Aktien des Unternehmens um mehr als 12 % fallen ließen. Investoren reduzierten rasch ihr Engagement in überfüllten Wachstums- und Technologietrades, was eine Dominowirkung an den globalen Märkten auslöste.
Traditionelle sichere Häfen boten keinen Schutz.
Gold verzeichnete eine plötzliche Korrektur, während Silber um fast 12 % einbrach, und US-Aktien, einschließlich S&P 500 und Nasdaq, schlossen sich der Abwärtsbewegung an.
Die Neubewertung griff schnell auf Krypto-Derivate über. Hyperliquid absorbierte mit 87,1 Millionen US‑Dollar die größte Liquidationswelle an ausradierten Longs, während Binance rund 30 Millionen US‑Dollar verzeichnete. Der Vorfall zeigte, wie fragile Positionierungen und hohe Hebelwirkung moderate Kursbewegungen in erhebliche Liquidationsereignisse verwandeln können.
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Marktausblick: Technisches Ungleichgewicht begünstigt Aufwärtsseite
Aus technischer Sicht hat BTC seine Swing-Tiefs zwischen 80.000 und 83.000 US‑Dollar ausgereizt und damit einen großen Cluster von Long-Liquidationen bereinigt. Da die Liquidität auf der Unterseite abgeholt wurde, richtet sich der Fokus nun nach oben.
Daten zeigen, dass ein Anstieg in Richtung 92.000 US‑Dollar mehr als 6,5 Milliarden US‑Dollar an kumulierten Short-Positionen liquidationsgefährdet machen könnte. Ein Rückgang auf 72.600 US‑Dollar würde hingegen nur rund 1,2 Milliarden US‑Dollar bedrohen.
Dieses Ungleichgewicht bedeutet, dass Aufwärtsbewegungen Short-Seller zwingen könnten, Positionen zurückzukaufen, was die Kurserholung potenziell beschleunigt.
Der Krypto-Kommentator MartyParty ordnete die jüngste Bewegung als Teil eines Wyckoff-Accumulation-„Spring“ ein, bei dem der Kurs kurzzeitig unter die Unterstützung fällt, um schwache Hände herauszuschütteln, bevor er sich umkehrt. Der Rutsch unter 83.000 US‑Dollar könnte als letzter Liquiditätsabgriff fungieren, der größeren Marktteilnehmern ermöglicht, vergünstigten Bitcoin zu akkumulieren.
Das monatliche Bitcoin-Futures-Volumen über alle Börsen hinweg fiel im Januar auf etwa 1,09 Billionen US‑Dollar, den niedrigsten Stand seit 2024. Der Handel blieb auf große Plattformen konzentriert, angeführt von Binance mit 378 Milliarden US‑Dollar, gefolgt von OKX mit 169 Milliarden US‑Dollar und Bybit mit knapp 156 Milliarden US‑Dollar.
Warum es wichtig ist: Hebel zeigt anhaltendes Risiko
Trotz der jüngsten Rückgänge bleibt Hebelwirkung fest in der aktuellen Krypto-Marktstruktur verankert.
Top-Analyst Darkfost merkte an, dass viele Investoren weiterhin über hohe Hebelwirkung Engagement suchen, wodurch Bedingungen entstehen, in denen kleine Kursbewegungen heftige Volatilitätsschübe auslösen.
Derivatedaten bestätigen, dass diese Risikobereitschaft zurückgekehrt ist.
Das Open Interest auf Binance, ausgedrückt in BTC – eine Methode, die Verzerrungen durch Kursschwankungen entfernt – liegt nun bei rund 123.500 BTC.
Dies übertrifft das Niveau vor dem Ausverkauf vom 10. Oktober, als das Open Interest auf etwa 93.600 BTC gefallen war.
Der Anstieg um rund 31 % seit diesem Tiefstand deutet darauf hin, dass sich Hebelwirkung erneut aufbaut. Die Kursentwicklung von Bitcoin spiegelt eine fragile Struktur wider, mit BTC nahe 82.800 US‑Dollar, nachdem es nicht gelungen ist, den Bereich von 95.000–100.000 US‑Dollar zurückzuerobern und nun die kritische Unterstützungszone von 82.000–85.000 US‑Dollar testet.
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