Eine wachsende Debatte unter Makro-Investoren und Technologie-Führern verlagert sich von kurzfristigen Marktschwankungen hin zu einer größeren Frage – was ersetzt das dollarzentrierte Finanzsystem, falls sich die Belastungen durch Staatsverschuldung in den kommenden Jahrzehnten verschärfen?
Diese Diskussion gewann neuen Schwung, nachdem Investor und Unternehmer Balaji Srinivasan am Freitag argumentierte, dass die Welt auf eine monetäre Spaltung zusteuern könnte, bei der Regierungen und Bürger sich zunehmend zwischen staatlich kontrolliertem Warengeld und grenzenlosen digitalen Vermögenswerten absichern.
Wachsende Spaltung über die Zukunft des Geldes
Das Argument kommt zu einem Zeitpunkt, an dem mehrere aufstrebende Volkswirtschaften weiterhin ihre Goldreserven aufstocken und gleichzeitig digitale Zahlungssysteme sowie alternative Abwicklungsmechanismen außerhalb des Dollar-Systems erkunden.
Analysten verweisen darauf, dass der BRICS-Block – BRICS – seine Goldbestände im vergangenen Jahrzehnt stetig erhöht hat, da die Mitgliedstaaten Schutz vor Dollar-Volatilität und Sanktionsrisiken suchen.
Digitale Vermögenswerte gewinnen an Boden, da Kapital nach Mobilität sucht
Gleichzeitig gewinnen digitale Vermögenswerte weiter an Zugkraft bei globalen Investoren, die Mobilität und Schutz vor Kapitalverkehrskontrollen suchen.
Bitcoin (BTC) und andere dezentralisierte Netzwerke ermöglichen es Vermögen, so argumentieren Befürworter, Ländergrenzen zu überschreiten, ohne auf traditionelle Bankinfrastruktur angewiesen zu sein – ein Merkmal, das in politisch oder finanziell instabilen Regionen zunehmend relevant wird.
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Die Debatte überschneidet sich auch mit wachsenden Sorgen über die fiskalische Nachhaltigkeit in fortgeschrittenen Volkswirtschaften.
Hedgefonds-Gründer Ray Dalio hat wiederholt gewarnt, dass das Standortrisiko – nicht nur die Asset-Allokation – entscheidend werden könnte, wenn sich Schuldenlasten und geopolitische Spannungen verschärfen.
Länder, die stark in das Dollar-System eingebunden sind, einschließlich der G7-Mitglieder, sehen sich mit steigenden fiskalischen Belastungen konfrontiert, da alternde Bevölkerungen und höhere Finanzierungskosten die öffentlichen Haushalte unter Druck setzen.
Anleger sichern sich nun über Währungssysteme hinweg ab
Marktstrategen sagen, das aufkommende Thema sei weniger Gold gegen Krypto, sondern eher Diversifizierung über verschiedene Währungssysteme hinweg.
Regierungen könnten sich zu rohstoffgedeckten oder staatlich kontrollierten digitalen Währungen neigen, während Privatpersonen und technologiegetriebene Unternehmen zunehmend dezentralisierte Alternativen übernehmen.
Die zukunftsgerichtete Frage, der sich Investoren nun stellen müssen, lautet, ob die nächste Währungsära rohstoffgebunden, krypto-getrieben oder ein Hybrid aus beidem wird – und welche Regionen sich in diesem Übergang als sichere Häfen für Kapital herausbilden.
Da die Risiken staatlicher Verschuldung weltweit steigen, könnten Asset-Auswahl und geografische Streuung gleichermaßen entscheidende Faktoren für den Erhalt von Vermögen im kommenden Jahrzehnt werden.
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