Google weitet die Automatisierungsfunktionen von Gemini auf mehr als 40 Apps aus und macht Gemini Notebook zur Standardanwendung auf Samsungs neuesten Foldables, die am Mittwoch auf dem Event „Galaxy Unpacked“ vorgestellt wurden.
Die wichtigsten Punkte:
- Geminis Aufgabenautomatisierung unterstützt inzwischen mehr als 40 Apps – nach nur wenigen unterstützten Anwendungen in der Beta im Februar.
- Gemini Notebook, früher NotebookLM, ist auf Galaxy Z Fold 8 Ultra, Fold 8 und Flip 8 ab Werk vorinstalliert.
- Käufer der drei neuen Foldables erhalten eine sechsmonatige Testphase von Google AI Pro.
Gemini-Automatisierung wächst rasant
Google hatte die Funktion im Februar zunächst als Beta eingeführt: Nutzer konnten einfache Erledigungen wie das Bestellen eines Fahrdienstes oder einer Liefermahlzeit an Gemini delegieren. Die nun deutlich erweiterte Version, die Google am Mittwoch präzisierte, deckt inzwischen Online-Shopping, Restaurantreservierungen, Reisebuchungen und Event-Tickets über Dutzende Händler ab – darunter Etsy und Expedia. Gemini arbeitet die notwendigen Schritte im Hintergrund ab; Nutzer können den Fortschritt nachverfolgen, eingreifen und korrigieren oder das System bitten, ein ähnliches Produkt zu finden und zu bestellen.
Auf dem Galaxy Z Flip 8 lässt sich ein Auftrag direkt über das äußere Flex Window per Long-Press starten. Zudem kann Gemini nun den Bildschirminhalt auslesen oder ein Foto als Prompt nutzen.
Die Foldables kommen außerdem mit Gemini Notebook auf den Markt, das von NotebookLM umbenannt wurde. Auf Fold 8 Ultra, Fold 8 und Flip 8 ist zusätzlich eine sechsmonatige Testphase von Google AI Pro enthalten.
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Osterloh ordnet Geminis Reichweite ein
Rick Osterloh, Hardware-Chef bei Google, beschreibt Gemini Notebook als ein Werkzeug, das Inhalte eines Nutzers über Webseiten, Videos und Notizen hinweg miteinander verknüpft. Laut Google bündelt das Tool diese Quellen in einem gemeinsamen Workspace, in den Nutzer Inhalte auf dem größeren Fold-8-Display per Drag-and-drop ziehen können. Daraus lässt sich das Material dann in Präsentationen, Podcast-Skripte oder Quizfragen umwandeln.
Der Ansatz reicht weit über Smartphones hinaus.
Auf der Galaxy Watch 9 aktiviert nun ein einfaches Anheben des Handgelenks Gemini – ganz ohne Sprachbefehl. Dieser freihändige Trigger entspricht der Funktionsweise der Pixel Watch 4. Google und Samsung zeigten außerdem zwei weitere Android-XR-Brillengestelle der Marken Gentle Monster und Warby Parker und erweitern damit die bereits angekündigten Designs vor dem Marktstart im Herbst.
Umstieg auf Android wird komfortabler
Die neuen Foldables profitieren zudem von einer nativen Wechselfunktion von iOS zu Android. Die in Android 17 integrierte Migration überträgt deutlich mehr Datentypen kabellos und macht die bislang benötigte separate Umzugs-App überflüssig. Der Transfer umfasst Fotos, Videos, Kontakte, Nachrichten, Kalendereinträge, gespeicherte Passwörter, WLAN-Zugangsdaten und sogar eSIM-Profile.
Zunächst wird das Werkzeug auf ausgewählte Pixel-Modelle ausgerollt, bevor es die neuen Galaxy-Geräte erreicht.
Die Automatisierung via Gemini startete im Februar als Beta, beschränkt auf sechs Ridehailing- und Lieferdienste auf der Pixel‑10‑ und Galaxy‑S26‑Serie. Der Sprung auf mehr als 40 Apps markiert nun den ersten breiten Rollout, das Debüt auf der Foldable-Plattform – und einen der bislang deutlichsten Schritte hin zu agentischer, weitgehend eigenständig agierender KI.
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