Globale Gold-ETFs verzeichneten im August Zuflüsse von 18 Milliarden US‑Dollar – der zweithöchste Monatswert seit Auflegung der Produkte. Die weltweiten Bestände stiegen gleichzeitig auf ein Allzeithoch von 4.189 Tonnen.
Wichtigste Fakten:
- Globale Zuflüsse in Gold-ETFs erreichten im August 18 Milliarden US‑Dollar, den zweithöchsten Monatswert aller Zeiten.
- Die Bestände legten um 121 Tonnen auf den Rekordwert von 4.189 Tonnen zu, das verwaltete Vermögen wuchs um 16 Prozent auf 615 Milliarden US‑Dollar.
- Europäische Fonds führten die regionale Nachfrage mit 7,9 Milliarden US‑Dollar an, dicht gefolgt von Nordamerika mit 7,7 Milliarden US‑Dollar.
Nachfrage nach Gold-ETFs
Der World Gold Council hat die August-Daten in dieser Woche veröffentlicht und verweist darauf, dass kräftige Zuflüsse zusammen mit einem höheren Goldpreis das insgesamt verwaltete Vermögen auf 615 Milliarden US‑Dollar getrieben haben. Die Bestände legten im Monatsverlauf um 121 Tonnen zu, während sich die Zuflüsse seit Jahresbeginn auf 29 Milliarden US‑Dollar summierten – dies entspricht rund 160 Tonnen zusätzlicher Goldnachfrage.
Nordamerikanische Fonds verbuchten im August 7,7 Milliarden US‑Dollar – den drittstärksten Monat ihrer Geschichte –, nachdem die Nachfrage in der Woche ab dem 17. August deutlich anzog. Rund 4 Milliarden US‑Dollar flossen in nur fünf Handelstagen in diese Produkte und halfen, den Rekordabfluss von 13 Milliarden US‑Dollar im März zumindest teilweise zu kompensieren.
Europa erzielte den größten regionalen Zufluss und zog mit 7,9 Milliarden US‑Dollar so viel Kapital an wie noch nie in einem Monat.
In Großbritannien gelistete Fonds steuerten 4,4 Milliarden US‑Dollar bei und verbuchten damit ihren zweithöchsten Monatszufluss. Frankreich erreichte mit 1,5 Milliarden US‑Dollar einen Rekordwert. Asiatische Fonds verzeichneten weitere 2 Milliarden US‑Dollar – der beste Monat seit Februar –, angeführt von China, wo sich die lokalen Goldpreise stabilisierten und wieder anzogen.
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Treiber der Marktnachfrage
Der World Gold Council führt den starken Anstieg im August auf eine Mischung aus Währungspolitik-Sorgen, Entwicklungen am US‑Anleihemarkt und Kursdynamik zurück. Genannt werden unter anderem die US‑Intervention zur Stützung des Yen am 31. Juli, das Schuldenrückkaufprogramm des US‑Finanzministeriums vom 19. August sowie verstärkte Käufe, nachdem Gold wichtige charttechnische Widerstände nach oben durchbrochen hatte.
Parallel zur Fondsnachfrage zog auch die Handelsaktivität deutlich an.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen am Goldmarkt stieg gegenüber Juli um 21 Prozent auf 430 Milliarden US‑Dollar. Das tägliche Handelsvolumen in Gold-ETFs schnellte sogar um 83 Prozent auf 8,7 Milliarden US‑Dollar nach oben, wobei nordamerikanische Fonds für mehr als 73 Prozent des ETF-Handelsaufkommens standen. Die gesamten Netto-Long-Positionen an der COMEX erhöhten sich um 39 Prozent bzw. 212 Tonnen auf 753 Tonnen, während das „Managed Money“ seine Netto-Longs um 96 Tonnen auf 470 Tonnen ausbaute.
Der kräftige Sprung im August setzte eine bereits im Juli begonnene Trendwende bei den globalen ETF-Flüssen fort. Zum 31. August lagen die kumulierten Zuflüsse im laufenden Jahr bei 29 Milliarden US‑Dollar, was 160 Tonnen Gold entspricht. Die gesamten Bestände in Gold-ETFs erreichten damit den neuen Rekordwert von 4.189 Tonnen.
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