Eine jüngste Bitcoin-Liquidation (BTC) durch den U.S. Marshals Service sorgt für Kritik, nachdem Gerichtsakten darauf hindeuten, dass der Verkauf möglicherweise im Widerspruch zu einer geltenden Executive Order von Präsident Donald Trump steht, die regelt, wie eingezogene digitale Vermögenswerte zu behandeln sind.
Was ist passiert
Laut Gerichtsakten im Zusammenhang mit dem Samourai‑Wallet‑Fall verkaufte der U.S. Marshals Service, handelnd im Auftrag des U.S. Department of Justice, am 3. November 2025 über Coinbase Prime rund 57,55 Bitcoin.
Die Bitcoin, die zum Zeitpunkt des Verkaufs mehr als 6 Millionen US‑Dollar wert waren, waren im Rahmen einer Vereinbarung zur Vermögensliquidation eingezogen worden, an der die Entwickler von Samourai Wallet beteiligt waren.
Gerichtsunterlagen des U.S. District Court for the Southern District of New York zeigen, dass die Angeklagten Keonne Rodriguez und William Lonergan Hill zustimmten, Bitcoin im Wert von etwa 6,37 Millionen US‑Dollar an den U.S. Marshals Service zu übertragen.
Die Vereinbarung ermächtigte die Behörde, die Vermögenswerte sofort über eine Kryptowährungsbörse ihrer Wahl zu liquidieren, wobei die Erlöse nach Abzug der Gebühren in US‑Dollar umgewandelt werden sollten.
Zeitpunkt und Methode des Verkaufs werfen jedoch Fragen auf, da sie offenbar der Executive Order 14233 widersprechen, die Trump Anfang dieses Jahres unterzeichnet hat.
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Die Anordnung schreibt vor, dass Bitcoin, die im Zuge strafrechtlicher oder zivilrechtlicher Einziehungen erlangt werden, von der Bundesregierung zurückbehalten und der U.S. Strategic Bitcoin Reserve zugewiesen werden sollen, anstatt sie auf dem offenen Markt zu verkaufen.
Der offensichtliche Verkauf der mit Samourai verbundenen Bitcoin legt nahe, dass der Marshals Service in diesem Fall nach den bestehenden Einziehungs- und Liquidierungspraxen vorging und nicht nach der neueren Executive Order.
Warum das wichtig ist
Analysten stellen fest, dass die Anordnung darauf abzielte, Bitcoin als strategischen Bundeswert zu formalisieren und Ermessensverkäufe zu begrenzen, die die Märkte beeinflussen oder die langfristige Reservepolitik untergraben könnten.
Der Vorfall ist nicht der erste Spannungsherd im Samourai‑Wallet‑Fall.
Berichten zufolge wichen Maßnahmen der Staatsanwälte im Southern District of New York mitunter von breiteren bundesweiten Leitlinien ab – insbesondere während Washington seine Haltung zu digitalen Vermögenswerten angesichts wachsender geopolitischer und finanzieller Überlegungen neu austariert.
Weder der U.S. Marshals Service noch das Justizministerium haben sich öffentlich dazu geäußert, ob die Transaktion vom 3. November mit Executive Order 14233 im Einklang stand oder ob Ausnahmen angewendet wurden.
Coinbase Prime, das die Transaktion abgewickelt hat, hat sich zu der Angelegenheit nicht geäußert.
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