Bitcoin (BTC)-Mining im Iran ist in einem Quartal um rund 77 % eingebrochen, wodurch die Hashrate des Landes angesichts regionaler Konflikte und verschärfter Mining-Ökonomie auf etwa 2 EH/s fiel.
Rückgang der Hashrate im Iran
Ein neuer Bericht von Hashrate Index zeigte, dass der Iran vierteljährlich rund 7 EH/s verloren hat. Der Rückgang fiel mit den eskalierenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel auf der einen Seite und dem Iran auf der anderen zusammen, bei denen Luftangriffe und Vergeltungsaktionen die Region erschütterten.
Benachbarte Mining-Hubs waren nicht in gleicher Weise betroffen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman blieben laut dem Bericht stabil. Der Iran soll etwa 427.000 aktive Mining-Rigs betreiben, doch viele ältere Geräte mit einer Effizienz von über 25 J/TH mussten wegen schrumpfender Margen abgeschaltet werden.
Das breitere Netzwerk hat den Verlust ohne Unterbrechungen verkraftet.
Die globale Hashrate blieb nahe 1.000 EH/s, und der Bericht bezeichnete den Rückzug Irans als lokales Ereignis statt als systemische Bedrohung. Die USA stellen weiterhin den größten Anteil der weltweiten Hashrate.
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Bitcoin-Mining-Erlöse unter Druck
Miner weltweit geraten zunehmend unter Druck. Der 30-Tage-Simple-Moving-Average für die globale Hashrate sank von 1.066 EH/s im ersten Quartal auf etwa 1.004 EH/s im zweiten Quartal – ein Rückgang um 5,8 %. Hashrate Index führte diesen Rückgang auf fallende Bitcoin-Preise zurück, nicht auf Energiekosten oder regulatorische Veränderungen.
BTC ist von seinem Rekordhoch von rund 126.000 US-Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde, um etwa 43 % gefallen. Dieser Preisverfall drückte die Hashpreise auf Rekordtiefs und zwang rund 252 EH/s an marginaler Kapazität offline, von der ein Großteil auf ältere Hardware entfällt.
Mining-Leistung bleibt nie lange an einem Ort. Sie folgt günstigem Strom, besserer Hardware und höheren Margen. Verschwinden diese Bedingungen, werden Rigs abgeschaltet oder andernorts aufgebaut – genau das spiegeln die Zahlen des Iran wider.
Konzentration der Bitcoin-Hashrate
Die USA, Russland und China kontrollieren zusammen mehr als 65 % der globalen Bitcoin-Hashrate und unterstreichen damit, wie stark die Mining-Power trotz des dezentralen Designs des Netzwerks konzentriert ist. Wenn ein kleinerer Markt wie der Iran schwächelt, fangen größere Akteure die Lücke mit minimalen Auswirkungen auf die Netzwerkleistung auf.
Bitcoin war in den letzten Wochen volatil.
Nachdem BTC Anfang April unter 67.000 US-Dollar gefallen war, stieg der Kurs am 8. April über 72.000 US-Dollar, nachdem ein zweiwöchiger Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran verkündet worden war. Diese Schwankung zeigt, wie geopolitische Entwicklungen weiterhin sowohl die Mining-Bedingungen als auch die Kursbewegungen am Kryptomarkt prägen.
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