OpenAI hat Daybreak gestartet, ein KI‑gestütztes Cybersicherheitsprogramm auf Basis von GPT‑5.5 und Codex Security, das direkt auf Anthropic's rival Project Glasswing abzielt.
Daybreak zielt auf Softwareverteidigung
Das Unternehmen kündigte die Initiative am 11. Mai 2026 an. Daybreak wird als ein Ansatz präsentiert, Cybersicherheit von Anfang an in Software einzubauen, anstatt im Nachhinein Sicherheitslücken zu stopfen.
Es baut auf der April‑Veröffentlichung von GPT‑5.4‑Cyber auf, dem OpenAI zuschreibt, bislang mehr als 3.000 Schwachstellen behoben zu haben. Das neue Programm stützt sich auf Codex Security, um direkt aus dem Repository eines Unternehmens ein bearbeitbares Bedrohungsmodell zu erstellen.
OpenAI bietet im Rahmen von Daybreak drei Modellstufen an.
Standard‑GPT‑5.5 deckt allgemeine Aufgaben ab, während GPT‑5.5 mit Trusted Access for Cyber verifizierte Verteidigungsaufgaben wie Code‑Review, Schwachstellen‑Triagierung und Patch‑Validierung übernimmt. GPT‑5.5‑Cyber, die am weitesten gehende Stufe, befindet sich in einer begrenzten Vorschau für Red‑Teaming und Penetrationstests.
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Industriepartner und Wettbewerbsdynamik
Der Start erfolgt mit einer umfangreichen Partnerliste. OpenAI zufolge arbeitet das Unternehmen bereits mit Cloudflare, Cisco, CrowdStrike, Palo Alto Networks, Oracle, Akamai, Fortinet und SentinelOne zusammen, unter anderem.
OpenAI‑Chef Sam Altman sagte, man wolle mit „so vielen Unternehmen wie möglich“ zusammenarbeiten, um deren Software sicher zu halten.
Das Angebot ist bedeutsam, weil Anthropics Glasswing‑Programm, das vom unveröffentlichten Claude Mythos Preview‑Modell angetrieben wird, bereits Apple, Microsoft, Google und Amazon an Bord hat.
Glasswing hat bereits frühe Erfolge erzielt.
Mozilla gab im April bekannt, dass Mythos geholfen habe, 271 Schwachstellen in der neuesten Firefox‑Version zu finden und zu beheben. Preise für Daybreak sind noch nicht veröffentlicht, und OpenAI leitet interessierte Organisationen über eine Scan‑Anfrage oder den Vertriebskontakt weiter.
Der Schritt folgt auf eine Reihe kontinuierlicher Cybersicherheits‑Launches von OpenAI in den vergangenen Monaten. Das Unternehmen stellte am 29. Oktober 2025 Aardvark vor, einen autonomen Verteidigungsagenten auf Basis von GPT‑5, und präsentierte am 7. Mai GPT‑5.5‑Cyber, bevor es seine Werkzeuge diese Woche in Daybreak bündelte. Aardvark entdeckte 92 % der bekannten und synthetischen Schwachstellen in Benchmark‑Tests und hat über Open‑Source‑Offenlegungen 10 CVE‑Kennungen erhalten.
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