Nvidia-Chef Jensen Huang hat nach einem Training mit mehr als 100.000 GPUs OpenAI’s GPT-6 Astra zur AGI erklärt – obwohl OpenAI selbst diese Schwelle offiziell nicht ausruft.
Wichtigste Punkte:
- Laut Huang wurde Astra auf mehr als 100.000 Nvidia Grace Blackwell NVLink72 GPUs trainiert, weitere 400.000 GPUs sollen demnächst in Betrieb gehen.
- OpenAI beschreibt Astra als sein bislang intelligentestes und „am besten ausgerichtetes“ Modell, vermeidet in der Ankündigung vom 3. September jedoch den Begriff AGI.
- Nvidias Data-Center-Umsatz stieg im jüngsten Quartal auf 89 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 117 % gegenüber dem Vorjahr.
Jensens Huangs AGI-Behauptung
Am 6. September schrieb Huang auf X (Post), Astra sei auf mehr als 100.000 Nvidia Grace Blackwell NVLink72 GPUs trainiert worden, und ergänzte den Satz: „AGI ist da.“ Zudem kündigte er an, dass weitere 400.000 GPUs in Kürze ans Netz gehen sollen.
In einer früheren Version des Posts hatte Huang zunächst von 300.000 GPUs gesprochen, diesen Beitrag dann gelöscht und durch die aktuelle Fassung mit „100.000+“ ersetzt. Nvidia hat den Rückzieher bislang nicht kommentiert.
OpenAI hatte Astra bereits am 3. September als „intelligentestes und am besten ausgerichtetes Modell“ vorgestellt und unter anderem Fortschritte bei Computeranwendungen, Softwareentwicklung, Cybersicherheit, Wissenschaft und professionellen Workflows hervorgehoben. Zahlreiche Medien griffen Huangs Äußerungen auf, wiesen jedoch gleichzeitig darauf hin, dass OpenAIs Produktankündigung den Begriff AGI nicht verwendet. AGI bezeichnet allgemein eine Software, die einen Großteil der geistigen Arbeit eines Menschen übernehmen kann – eine allgemein akzeptierte, scharfe Definition gibt es jedoch nicht.
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Debatte um AGI bei OpenAI
Huangs Aussage hat besonderes Gewicht, weil Nvidia die Recheninfrastruktur für viele führende KI-Systeme liefert – darunter auch Cluster, auf denen OpenAI-Modelle laufen. Gleichzeitig profitiert Nvidia geschäftlich von der anhaltend hohen Nachfrage nach immer größeren KI-Installationen.
Im zweiten Geschäftsquartal meldete Nvidia 89 Milliarden US-Dollar Umsatz im Data-Center-Segment, ein Sprung von 117 % im Jahresvergleich. „Rechenleistung ist jetzt Umsatz“, sagte Huang im Earnings Call und argumentierte, die KI-Nachfrage ziehe weiter an, da immer mehr Forschungslabore und Unternehmen ihre Modelle hochskalieren.
OpenAI-Präsident Greg Brockman vermied in dem von BeInCrypto zitierten Kontext eine ähnlich eindeutige AGI-Behauptung. Die Differenz ist nicht trivial: Da es für AGI keinen allgemein anerkannten Schwellenwert gibt, legen Unternehmen, Forscher und Investoren unterschiedliche Maßstäbe an dieselben technischen Fortschritte an.
Das Verhältnis zwischen Nvidia und OpenAI hat sich zudem gewandelt, seit beide Firmen einen für 2025 avisierten Plan vorstellten, der Investitionen von bis zu 100 Milliarden US-Dollar in Nvidia-Hardware vorsah.
Diese Vereinbarung wurde nie finalisiert. Berichte vom Juni legen nahe, dass OpenAI inzwischen stillschweigend weniger Nvidia-Chips abnimmt und seine Recheninfrastruktur stärker diversifiziert.
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