Gold-Bullen stehen vor $4.500-Test, nachdem JPMorgan Q4-Ziel um 25 % senkt

Gold-Bullen stehen vor $4.500-Test, nachdem JPMorgan Q4-Ziel um 25 % senkt

JPMorgan hat seine Goldprognose für das vierte Quartal um rund 25 % gesenkt und verweist auf eine schwächere Nachfrage, behält jedoch seine optimistische langfristige Einschätzung bei.

Wichtigste Punkte:

  • JPMorgan senkte sein Goldziel für Q4 2026 auf 4.500 $ je Unze, zuvor rund 6.000 $.
  • Die Bank erwartet, dass Gold im dritten Quartal bei durchschnittlich 4.300 $ notiert, bevor es später im Jahr möglicherweise wieder anzieht.
  • Zentralbankkäufe, physische Nachfrage und institutionelle Absicherungen stützen weiterhin das langfristige Szenario.

JPMorgan Gold

JPMorgan ist für Gold kurzfristig vorsichtiger geworden, nachdem die Prognose für Q4 2026 auf 4.500 $ je Unze gesenkt wurde, wie aus Marktberichten hervorgeht, die am 4. Juli veröffentlicht wurden.

Das neue Ziel liegt unter einer früheren Prognose von knapp 6.000 $.

Die Bank erwartet nun, dass Gold im dritten Quartal durchschnittlich bei 4.300 $ liegt, bevor es später im Jahr steigt.

Das Ausmaß der Revision ist bemerkenswert, da es die Einschätzung der Bank für das vierte Quartal um etwa 25 % senkt. JPMorgan führte den Schritt auf eine schwächere Kaufkraft in wichtigen Nachfragemärkten und einen Markt zurück, der empfindlicher auf reale Zinsen reagiert.

Die Bank beschrieb Gold als wahrscheinlich „in einer Spanne gebunden“ auf kurze Sicht. Das deutet auf eine Seitwärtsbewegung hin, bevor sich in der zweiten Hälfte 2026 eine stärkere Erholung durchsetzt.

Gold wurde zuletzt nahe 4.175 $ gehandelt, ein Plus von 1,26 % innerhalb von 24 Stunden, so die in dem Bericht zitierten Daten von TradingView. Das Metall liegt damit rund 26 % unter seinem Rekordstand von Januar 2026 nahe 5.600 $.

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Goldnachfrage

JPMorgan hat seine grundsätzlich optimistische Sicht nicht aufgegeben. Die Bank erklärte, dass Zentralbankkäufe und eine starke physische Nachfrage die Preise bis 2027 weiter stützen könnten.

Diese Einschätzung liegt derzeit unter einigen Prognosen von Wettbewerbern. Goldman Sachs sieht Gold bis Ende 2026 bei 4.900 $, während UBS und Morgan Stanley beide Ziele von 5.200 $ innerhalb der nächsten 12 Monate oder in der zweiten Jahreshälfte 2026 anpeilen.

Morgan Stanley erklärte jedoch, dass Gold stärkere ETF-Zuflüsse benötigen könnte, bevor sich eine nachhaltigere Rally ausbildet. Damit hängt die nächste Bewegung davon ab, ob die institutionelle Nachfrage mit ausreichender Stärke zurückkehrt, um eine schwächere physische Nachfrage auszugleichen.

Die Prognose ist auch für die Kryptomärkte bedeutsam, da Gold und Bitcoin (BTC) in den Jahren 2025 und 2026 als konkurrierende makroökonomische Absicherungen gehandelt wurden. Ein in einer Spanne gebundener Goldmarkt könnte mehr Spielraum für kurzfristige Zuflüsse in digitale Vermögenswerte lassen, auch wenn die längerfristige Sicht von JPMorgan darauf hindeutet, dass Gold weiterhin zentral für Reserve- und Absicherungsstrategien bleibt.

Der jüngste Rückgang des Goldpreises folgte auf eine steile Rally bis in den Januar, als die Preise sich 5.600 $ näherten, bevor sie wieder in den unteren Bereich von 4.000 $ zurückfielen. Diese Historie erklärt, warum die Kürzung von JPMorgan eher eine Atempause in den Erwartungen als eine vollständige Umkehr des mehrjährigen Aufwärtstrends des Metalls darstellt.

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