JPMorgan Chase wurde in einer Klage im Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Kryptowährungsbetrug in Höhe von 328 Millionen US‑Dollar genannt. Ein Opfer behauptet, die Bank habe es versäumt, verdächtige Aktivitäten zu erkennen und zu stoppen, die von einem ihrer Kunden durchgeführt wurden. Die diese Woche beim Bundesgericht in San Francisco eingereichte Klage wirft der größten US‑Bank vor, einem Unternehmen namens Goliath Ventures Bankdienstleistungen bereitgestellt zu haben, während dieses angeblich ein betrügerisches Anlageprogramm betrieb, das mit DeFi‑Liquiditätspools (Decentralized Finance) verknüpft war.
Bundesstaatsanwälte haben den Geschäftsführer des Unternehmens, Christopher Alexander Delgado, kürzlich wegen Überweisungsbetrugs und Geldwäsche angeklagt.
Delgado, ein Einwohner Floridas, wurde letzten Monat in Verbindung mit dem Fall festgenommen.
Mutmaßliches Liquiditätspool‑Schema
Ermittlern zufolge warb Delgado für Anlagechancen, die ungewöhnlich hohe monatliche Renditen versprachen, indem er behauptete, Kundengelder würden in Krypto‑Liquiditätspools investiert – automatisierte Pools digitaler Vermögenswerte, die üblicherweise auf DeFi‑Handelsplattformen eingesetzt werden, um Token‑Swaps zu ermöglichen und Renditen zu generieren.
Das US‑Justizministerium behauptet jedoch, dass der Großteil der Investorengelder nie wie angekündigt in Liquiditätspools angelegt wurde.
Stattdessen, so die Staatsanwaltschaft, seien die Gelder für persönliche Ausgaben abgezweigt worden, darunter Luxusreisen, Immobilienkäufe und Unterhaltungskosten, während ein Teil der Mittel verwendet worden sei, um frühere Investoren auszuzahlen und so den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Behörden erklären, dass mit dem Schema letztlich Hunderte Millionen Dollar von Investoren eingesammelt wurden.
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Bank wird beschuldigt, nicht eingegriffen zu haben
Einer der Investoren, der bei dem mutmaßlichen Schema Geld verloren hat, fordert nun Schadensersatz von JPMorgan und argumentiert, die Bank hätte Warnsignale im Zusammenhang mit den Aktivitäten von Goliath Ventures erkennen müssen.
Die Klage macht geltend, dass JPMorgan, da das Unternehmen öffentlich behauptete, Krypto‑Liquiditätspools zu betreiben, hätte überprüfen müssen, ob das Geschäft ordnungsgemäß bei Finanzaufsichtsbehörden wie der Commodity Futures Trading Commission registriert war.
Die Beschwerde behauptet ferner, dass die Bank es versäumt habe, im Rahmen der üblichen Know‑Your‑Customer‑(KYC‑)Verfahren eine angemessene Sorgfaltsprüfung durchzuführen, bevor sie die Konten des Unternehmens führte.
JPMorgan lehnte eine Stellungnahme zur Klage ab.
Die Eingabe verweist außerdem auf öffentliche Äußerungen von JPMorgan‑CEO Jamie Dimon, der die Kryptowährungsmärkte wiederholt kritisiert und Bitcoin zuvor als einem dezentralen Ponzi‑Schema ähnelnd beschrieben hat.
Der Fall reiht sich in eine wachsende Zahl von Rechtsstreitigkeiten ein, in denen geprüft wird, ob Finanzinstitute Verantwortung tragen sollten, wenn betrügerische Krypto‑Anlageprogramme Gelder über traditionelle Bankkanäle bewegen.
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