Elon Musk hat das Argument von NVIDIA unterstützt, dass moderne KI-Rechenzentren deutlich weniger Wasser verbrauchen, als Kritiker häufig behaupten, während die Branche wegen ihres ökologischen Fußabdrucks immer stärker unter Beobachtung steht.
Zentrale Punkte:
- NVIDIA sagt, neue Flüssigkühlsysteme können den direkten Kühlwasserverbrauch von Millionen Gallonen jährlich auf nahezu null senken.
- Die Unterstützung durch Elon Musk wiegt schwer, da xAI stark auf NVIDIA-Hardware für seine KI-Infrastruktur angewiesen ist.
- Forschende und lokale Gemeinden betonen, dass indirekter Wasserverbrauch und regionale Auswirkungen weiterhin erhebliche Sorgen bereiten.
NVIDIAs Wasserbehauptungen
NVIDIA erklärte, KI-Rechenzentren machten nur einen kleinen Anteil des US-Süßwasserverbrauchs aus, und verwies auf eine Schätzung des Manhattan Institute von März 2026, die den Anteil auf rund 0,2 % bezifferte, wobei der Großteil des Verbrauchs indirekt mit der Stromerzeugung und nicht mit der Kühlung vor Ort zusammenhängt.
Das Unternehmen argumentiert, dass seine neueste Kühltechnologie den direkten Wasserverbrauch drastisch senken kann. Laut NVIDIA können Anlagen, die mit Flüssigkühlung bei 45 Grad Celsius in kühleren Klimazonen betrieben werden, auf Trockenkühlsysteme statt auf herkömmliche Verdunstungskühltürme setzen.
In diesem Modell kann der jährliche, kühlungsbedingte Wasserverbrauch von rund 2,6 Millionen Gallonen pro Megawatt auf nahezu null sinken. NVIDIA hat zudem bereits behauptet, seine Blackwell-Plattform biete eine um ein Vielfaches höhere Wassereffizienz als herkömmliche luftgekühlte Systeme und senke gleichzeitig den Energiebedarf, da Kühlung bis zu 40 % des Stromverbrauchs eines Rechenzentrums ausmachen kann.
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Musk stellt sich hinter NVIDIA
Musks Unterstützung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem NVIDIA sich gegen eine gängige Kritik am KI-Ausbau stemmt: dass rasant wachsende Rechenzentren einen unhaltbaren Druck auf lokale Wasserressourcen ausüben. Das Unternehmen beschreibt seine Kühlarchitektur als ein Kreislaufsystem, das Kühlmittel kontinuierlich zirkulieren lässt, statt laufend Frischwasser zu verbrauchen.
Ali Heydari, NVIDIAs Direktor für Rechenzentrumskühlung und -infrastruktur, sagte, das DSX-Referenzdesign des Unternehmens für KI-Fabriken erreiche „null Wasserverbrauch“ und senke gleichzeitig den Strombedarf erheblich.
Kritiker halten das Bild jedoch für deutlich komplexer. Ein Bericht des Berkeley Lab schätzte, dass US-Rechenzentren im Jahr 2023 direkt etwa 17,4 Milliarden Gallonen Wasser und weitere 211 Milliarden Gallonen indirekt durch die Stromerzeugung verbrauchten. Forschende prognostizieren, dass der direkte Verbrauch mit dem Ausbau der KI-Infrastruktur bis 2028 auf jährlich 38 bis 73 Milliarden Gallonen steigen könnte.
Zudem sind Fragen zu den Aktivitäten von xAI in Memphis aufgekommen, wo die Colossus-Anlage des Unternehmens Berichten zufolge rund 1,3 Millionen Gallonen Trinkwasser pro Tag aus einem lokalen Grundwasserleiter entnimmt. Der Standort sieht sich mit rechtlichen Anfechtungen und Widerstand aus der Gemeinde konfrontiert, die an ökologische Bedenken geknüpft sind. Der Streit macht ein größeres Problem der KI-Branche deutlich: Während neue Kühltechnologien den direkten Wasserverbrauch senken können, konzentrieren sich Aufsichtsbehörden und lokale Gemeinschaften weiterhin auf die gesamte Umweltbilanz immer größerer KI-Anlagen.
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