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Krypto-Angstindex fällt auf FTX-Tiefstände – sagt die Historie jetzt Kaufen oder Flucht?

Krypto-Angstindex fällt auf FTX-Tiefstände – sagt die Historie jetzt Kaufen oder Flucht?

Der Crypto Fear & Greed Index verharrt seit Wochen im einstelligen Bereich – seinen tiefsten Ständen seit dem FTX-Zusammenbruch – während Fondsdaten von CoinShares vier aufeinanderfolgende Wochen mit Nettoabflüssen aus Kryptowährungs-Investmentprodukten bestätigen.

Zusammen zeichnen die beiden Datensätze das deutlichste Bild institutioneller und privater Zurückhaltung seit dem Markteinbruch 2022.

Der Fear & Greed Index lag am 19. Februar bei 11, nach einer leichten Erholung von einem Tiefstand von 9 Anfang Februar. Google-Trends-Daten zeigen, dass Suchanfragen nach "Bitcoin (BTC) going to zero" ein Allzeithoch erreichten, wobei der Interessenscore sein Maximum von 100 erzielte.

Das Abflussbild

Laut von CoinShares am 13. Februar veröffentlichten Daten verzeichneten globale Kryptowährungs-Investmentprodukte in der jüngsten Woche Nettoabflüsse von rund 187 Mio. $, ein Rückgang gegenüber den beiden vorangegangenen Wochen, in denen jeweils etwa 1,7 Mrd. $ aus dem Sektor abgezogen wurden.

Bitcoin-Produkte führten die Abflüsse an, während XRP und Ethereum in bestimmten Zeiträumen selektive Zuflüsse verzeichneten.

Die kumulierten Abflüsse über vier Wochen belaufen sich laut der bereitgestellten Grafik nun auf rund 3,74 Mrd. $ und decken den Zeitraum bis zum 13. Februar ab. Kryptowährungsfonds haben in 11 der letzten 16 Wochen Nettoabflüsse verzeichnet.

Seit Jahresbeginn haben ETF-Anleger über 4,1 Mrd. $ aus Krypto-Produkten abgezogen, wobei US-notierte Spot-Bitcoin-ETFs den Großteil des Rückgangs ausmachen. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) von BlackRock, der 2025 Zuflüsse von 24,9 Mrd. $ verzeichnete, hat allein in den ersten sechs Wochen des Jahres 2026 rund 580 Mio. $ verloren.

Seit dem Bitcoin-Preisspitzenwert im Oktober 2025 sind die insgesamt verwalteten Vermögenswerte über Kryptowährungs-Investmentprodukte hinweg laut CoinShares um 73 Mrd. $ gesunken.

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Warum die Beweislage geteilt ist

Der Forschungsleiter von CoinShares, James Butterfill, betonte, dass historisch betrachtet das Tempo der Abflüsse – und weniger deren Richtung – das nützlichere Signal war. Der Rückgang von 1,7 Mrd. $ auf 187 Mio. $ innerhalb einer Woche sei in der Vergangenheit häufig mit potenziellen Wendepunkten der Stimmung zusammengefallen.

Auf analytischer Seite stellte Nic Puckrin von Coin Bureau die populäre „buy extreme fear“-These direkt infrage. Er verwies auf historische Daten, wonach die durchschnittliche 90-Tage-Rendite, wenn der Fear & Greed Index unter 25 fällt, lediglich 2,4 % beträgt. Im Gegensatz dazu hätten Phasen extremer Gier durchschnittliche 90-Tage-Renditen von bis zu 95 % geliefert.

Kritiker dieser Betrachtung argumentieren, dass ein 90-Tage-Fenster zu kurz sei. Marktbeobachter, die längerfristige Daten heranziehen, verweisen darauf, dass Bitcoin in den 12 Monaten nach Phasen extremer Angst im Schnitt über 300 % zugelegt hat – was darauf hindeutet, dass der Index eher als Signal für eine einjährige Akkumulationsphase taugt als als Werkzeug für kurzfristiges Timing.

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