Die Kommissarin der Securities and Exchange Commission, Caroline Crenshaw, eine der lautstärksten Kritikerinnen der Kryptowährungsbranche innerhalb der Behörde, wird ihr Amt am 3. Januar niederlegen. Damit bleibt das Aufsichtsgremium mit einem rein republikanischen Panel zurück, das bereitsteht, die Aufsicht über digitale Vermögenswerte in den USA grundlegend umzugestalten oversight in the United States.
Der Rücktritt, announced der am Donnerstag von SEC-Vorsitzendem Paul Atkins und den republikanischen Kommissaren Hester Peirce und Mark Uyeda bekannt gegeben wurde, markiert das Ende von mehr als einem Jahrzehnt Dienst bei der Behörde für Crenshaw. Sie war zu einem Blitzableiter für die Kryptoindustrie geworden – aufgrund ihrer konsequenten Ablehnung von Zulassungen für digitale Vermögenswerte und ihrer entschiedenen Verteidigung rigoroser Durchsetzungsmaßnahmen.
Mit Crenshaws Abgang besteht die fünfköpfige SEC-Kommission nun erstmals seit Jahren ausschließlich aus republikanischen Ernennungen – ein politischer Wandel, von dem Krypto-Befürworter sagen, er werde die bereits seit der Rückkehr von Präsident Donald Trump ins Amt im Januar 2025 laufende regulatorische Kehrtwende beschleunigen.
Eine Bilanz ausgeprägter Krypto-Skepsis
Crenshaw profilierte sich als eine der verlässlichsten Stimmen innerhalb der SEC gegen eine Lockerung der Regulierung von Kryptowährungen. Sie veröffentlichte prominente Gegenstimmen zu wichtigen Krypto-Entscheidungen, die ihr sowohl Lob von Verbraucherschützern als auch scharfe Kritik aus der Digital-Asset-Branche einbrachten.
Im Januar 2024, als die SEC unter dem Druck eines Bundesgerichtsurteils Spot-Bitcoin-(BTC) ETFs zuließ, war Crenshaw die einzige Dissidentin unter den fünf Kommissaren.
In ihrer abweichenden Meinung warnte sie, diese Genehmigung bringe die Behörde „auf einen Irrweg“ und äußerte Bedenken, dass Spot-Bitcoin-Produkte anfällig für Betrug und Manipulation seien.
Crenshaw legte eine detaillierte Liste von Anlegerschutzbedenken vor – von unzureichender Aufsicht über Kryptomärkte bis hin zu weit verbreitetem Wash Trading, also Scheingeschäften, die Handelsvolumina künstlich aufblähen sollen.
Sie warnte, Anleger könnten fälschlicherweise annehmen, dass die SEC-Genehmigung von Bitcoin-ETFs einer Billigung des zugrunde liegenden Vermögenswerts gleichkomme.
Widerstand gegen Rückzug aus der Krypto-Durchsetzung
In jüngerer Zeit äußerte sich Crenshaw zunehmend lautstark zu dem, was sie als Abkehr der SEC von ihrem Durchsetzungsauftrag im Kryptobereich unter der Führung der Trump-Regierung beschrieb.
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Im Mai 2025, als die SEC einen Vergleich mit Ripple Labs und zwei Führungskräften einreichte und damit einen jahrelangen Enforcement-Fall vor Bundesgerichten faktisch beendete, veröffentlichte Crenshaw eine scharfe Gegenstimme, die die Tiefe der internen Konflikte über die Kryptopolitik offenlegte.
„Dieser Vergleich, zusammen mit der programmatischen Demontage des Krypto-Durchsetzungsprogramms der SEC, fügt der Anlegeröffentlichkeit enormen Schaden zu und untergräbt die Rolle der Gerichte bei der Auslegung unserer Wertpapiergesetze“, wrote Crenshaw.
Sie warnte, die Behörde ziehe sich von aussichtsreichen Rechtsfällen zurück, „um ein Urteil zu vermeiden, das die neue, offenbar verfolgte Mission der Behörde – den Abbau unseres Krypto-Durchsetzungsprogramms und die Aushöhlung des Anlegerschutzes – gefährden könnte.“
Branchenbeobachter beschrieben Crenshaw als „eine lautstarke Skeptikerin der Digital-Asset-Industrie und ihrer Compliance“, was sie zu einem Angriffsziel von Krypto-Lobbyisten machte, die 2024 und 2025 energisch auf ihre Absetzung drängten.
Gescheiterte Wiederernennung besiegelte ihr Schicksal
Crenshaws Abgang folgte darauf, dass der Bankenausschuss des Senats ihre Wiederernennungsabstimmung im Dezember 2024 absagte – womit ihre Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung über ihre Amtszeit hinaus faktisch endeten.
Die Absage folgte auf massiven Druck aus der Digital-Asset-Branche und von kryptofreundlichen Abgeordneten, die sie als Hindernis für das erklärte Ziel der Trump-Regierung betrachteten, Amerika zur „Krypto-Hauptstadt der Welt“ zu machen.
Rein republikanische Kommission signalisiert Kurswechsel
Mit Crenshaws Rücktritt besteht die SEC nun ausschließlich aus republikanischen Kommissaren – Atkins, der nach dem Rücktritt von Gary Gensler im Januar 2025 vereidigt wurde, sowie den Kommissaren Hester Peirce und Mark Uyeda, die beide als kryptofreundliche Aufseher gelten und Genslers harte Durchsetzungslinie kritisiert hatten.
Die politische Zusammensetzung stellt einen drastischen Wandel für eine Behörde dar, die traditionell eine parteiübergreifende Balance wahrt.
Nach gängiger Praxis hält die Partei des Präsidenten eine 3:2-Mehrheit in der fünfköpfigen Kommission, wobei die Vertretung der Minderheitspartei ein gewisses Maß an regulatorischer Kontinuität zwischen verschiedenen Regierungen sicherstellen soll.
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