Polymarket hat bei einem Markt zur Frage, ob Strategy Bitcoin verkauft hat (BTC) bis zum 31. Mai an einer „Nein“-Entscheidung festgehalten – trotz einer Meldung, die bestätigt, dass das Unternehmen 32 Coins verkauft hat.
Wichtige Punkte:
► Polymarket bekräftigte ein „Nein“-Ergebnis, obwohl Strategy in einer Meldung einen Verkauf von 32 BTC innerhalb des Zeitfensters offenlegte. ► Der Streitfall mit einem Volumen von mehr als 80 Millionen US‑Dollar liegt nun zur endgültigen Abstimmung bei den Inhabern des UMA‑Tokens. ► Trader argumentieren, die Plattform habe die Regeln nach Ablauf der Frist am 31. Mai geändert.
Strategy‑Bitcoin‑Verkauf spaltet Trader
Der strittige Kontrakt fragte, ob das früher als MicroStrategy bekannte Unternehmen bis zum 31. Mai 2026 irgendeinen Bitcoin verkaufen würde. Eine behördliche Meldung zeigte, dass das Unternehmen zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC für rund 2,5 Millionen US‑Dollar zu einem durchschnittlichen Nettopreis von etwa 77.135 US‑Dollar verkauft hatte. Es war der erste Verkauf seit Dezember 2022.
Strategy offenlegte die Transaktion in einem am 1. Juni eingereichten Form‑8‑K‑Bericht, einen Tag nachdem der Markt um 23:59 Uhr ET geschlossen hatte. Polymarket veröffentlichte später eine Notiz, wonach eine Bestätigung, die außerhalb des Zeitrahmens erfolgt, nicht gewertet werde.
Trader, die „Ja“-Anteile gekauft hatten, argumentieren, die Regeln hätten sich auf den Zeitpunkt des Verkaufs bezogen, nicht auf den Zeitpunkt der Bekanntgabe. Der Markt war bereits zweimal vor der endgültigen Überprüfung mit „Nein“ abgerechnet worden. Der Kontrakt bewertete dieses Ergebnis weiterhin mit etwa 99,8 Cent.
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UMA‑Oracle im Fokus der Analysten
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Inhabern des UMA‑Tokens (UMA), der Oracle‑Schicht, die Polymarket zur Abwicklung strittiger Märkte nutzt. Die Abstimmung ist mit einem Volumen von mehr als 80 Millionen US‑Dollar verbunden.
Analyst Eric Conner beschrieb das tokenbasierte Abstimmungsmodell als strukturell defekt, während Trader Domer das gesamte Ergebnis als Betrug abtat.
Ein prominenter „Ja“-Inhaber, bekannt als willo2, gab an, rund 500.000 US‑Dollar verloren zu haben. Ein anderer Trader kaufte nahezu 50.000 „Ja“-Anteile für etwa 35.000 US‑Dollar in USDC (USDC) und hat seitdem eine rechtliche Forderung gestellt. Seine Beschwerde stieß in den Krypto‑Sozialen‑Medien auf viel Sympathie.
Polymarket hat im Jahr 2026 bereits mehr als 1.150 strittige Märkte verzeichnet und damit schon jetzt die Gesamtzahl für 2025 übertroffen. Eine Entscheidung aus dem Jahr 2024, die Barron Trump von Verbindungen zu Memecoins freisprach, wurde von der Plattform aufgehoben, und Kritiker bemängeln, dass nur wenige Wallets in Streitfällen den Großteil der Stimmgewalt halten.
Strategy hält 843.000 Bitcoin
Der Verkauf markierte eine Kehrtwende für Michael Saylor, der lange versprochen hatte, dass das Unternehmen seine Bitcoin niemals verkaufen würde. In einem Gewinnaufruf am 5. Mai brachte er den Schritt ins Spiel und stellte ihn als Möglichkeit dar, den Markt zu stabilisieren. Zum 31. Mai hielt das Unternehmen noch mehr als 843.700 BTC, womit die Veräußerung nur einen winzigen Bruchteil seines Gesamtbestands ausmachte.
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