Strategy-Executive Chairman Michael Saylor sagte, das Unternehmen könnte einige Bitcoin (BTC) verkaufen, um Dividenden zu finanzieren, und weicht damit von seiner langjährigen "never sell"-Position ab.
Q1-Gewinnschock
Saylor äußerte sich dazu während der Telefonkonferenz zu Strategys Ergebnissen des ersten Quartals am Dienstag, nur wenige Stunden nachdem das Unternehmen einen Nettoverlust von 12,54 Milliarden US-Dollar gemeldet hatte. Die Zahl ergab sich, als der Bitcoin-Preis im Quartal um 23,8 % fiel und damit den Wert der Treasury-Bestände des Unternehmens stark reduzierte.
„Wir werden wahrscheinlich etwas Bitcoin verkaufen, um eine Dividende zu zahlen, nur um den Markt zu immunisieren und die Botschaft zu senden, dass wir es getan haben“, sagte Saylor zu den Investoren.
Strategy hält derzeit 818.334 BTC zu durchschnittlichen Kosten von 75.537 US-Dollar pro Coin, wie aus den Unterlagen des Unternehmens hervorgeht. Das Unternehmen hat jährliche Dividendenverpflichtungen von rund 1,5 Milliarden US-Dollar, die an seine Stretch-(STRC)-Vorzugsaktien gebunden sind.
Die MSTR-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um mehr als 4 %. Bitcoin rutschte nach der Ankündigung unter 81.000 US-Dollar.
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Analystenreaktionen nehmen zu
Die Kehrtwende markiert einen klaren Bruch mit Saylors Haltung im Februar, als er gegenüber CNBC erklärte, das Unternehmen werde „für immer in jedem Quartal Bitcoin kaufen“. K33-Researchchef Vetle Lunde hatte bereits Anfang des Jahres auf strukturelle Risiken im Zusammenhang mit STRC hingewiesen.
Lunde schrieb, dass STRC-Inhaber zwar nach oben durch Dividenden begrenzt sind, aber bei Kursrückgängen ein echtes Abwärtsrisiko tragen.
Sollte das Papier längere Zeit unter seinem Zielwert notieren, warnte er, könnte es sich eher wie ein Kreditrisiko als wie eine stabile Rendite verhalten.
Analyst Taiki Maeda rechnet dennoch mit 2 bis 3 Milliarden US-Dollar an neuen BTC-Käufen über STRC in den kommenden zwei Wochen.
Saylor beschrieb das Finanzierungsmodell schlicht: Geld leihen, um Bitcoin zu kaufen, diesen aufwerten lassen und dann Teile verkaufen, um Ausschüttungen zu bedienen. Die Kommentare erschütterten langjährige Unterstützer, die Strategys Bestände als unantastbar betrachteten.
Saylors jüngste Bilanz
Im Februar argumentierte Saylor, Strategy könne selbst einen Bitcoin-Crash auf 8.000 US-Dollar überstehen, ohne verkaufen zu müssen. Auf der Bitcoin 2026 in Las Vegas in der vergangenen Woche pries er STRC als das weltweit am schnellsten wachsende Kreditinstrument an und verwies auf 8,5 Milliarden US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten, die in neun Monaten eingesammelt wurden. Wenige Tage vor der Gewinnkonferenz kündigte er eine einwöchige Pause bei BTC-Käufen an, erst die zweite Unterbrechung dieser Art in diesem Jahr.
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