Strategy, der weltweit größte börsennotierte Unternehmenshalter von Bitcoin (BTC), sitzt auf einem nicht realisierten Verlust von rund 8,9 Milliarden US‑Dollar auf seine Kryptowährungsbestände, da die Kurse deutlich unter dem durchschnittlichen Erwerbspreis des Unternehmens liegen und damit die zunehmende finanzielle Belastung durch seine aggressive Treasury‑Strategie verdeutlichen.
Das Unternehmen hält 713.502 Bitcoin, die zu Gesamtkosten von 54,26 Milliarden US‑Dollar erworben wurden, was einem durchschnittlichen Preis von 76.052 US‑Dollar pro Coin entspricht.
Beim aktuellen Bitcoin‑Kurs von etwa 63.600 US‑Dollar liegen diese Bestände deutlich unter den Anschaffungskosten, obwohl Strategy seine Position noch bis Januar 2026 weiter aufgestockt hat.
Bitcoin‑Rückgang belastet Finanzergebnisse
Die Auswirkungen des Bitcoin‑Rückgangs waren bereits in den Ergebnissen des vierten Quartals von Strategy sichtbar.
Das Unternehmen meldete für das vierte Quartal 2025 einen Betriebsverlust von 17,4 Milliarden US‑Dollar, der fast vollständig auf nicht realisierte Verluste seiner digitalen Vermögenswerte nach Fair‑Value‑Bilanzierung zurückzuführen ist.
Der den Stammaktionären zurechenbare Nettoverlust belief sich im Quartal auf 12,6 Milliarden US‑Dollar, verglichen mit einem Verlust von 670,8 Millionen US‑Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als noch Impairment‑ statt Fair‑Value‑Bilanzierung angewendet wurde.
Trotz der Verluste beendete Strategy das Jahr mit 2,3 Milliarden US‑Dollar an liquiden Mitteln und Zahlungsmitteläquivalenten – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr – nachdem eine eigene USD‑Reserve zur Bedienung von Dividenden‑ und Zinsverpflichtungen aufgebaut worden war.
Kapitalaufnahme beschleunigt sich trotz Bitcoin‑Volatilität
Strategy setzte 2025 weiterhin stark auf die Kapitalmärkte, nahm im Jahresverlauf 25,3 Milliarden US‑Dollar auf und rangierte nach eigenen Angaben als größter Emittent von US‑Aktien.
Das Kapital wurde durch eine Mischung aus Stammaktienemissionen und mehreren Vorzugsaktien‑Emissionen aufgenommen, die an seine digitale Kreditplattform gekoppelt sind.
Fünf Börsengänge von Vorzugsaktien brachten 2025 Bruttoerlöse von 5,5 Milliarden US‑Dollar ein, während zusätzliche At‑the‑Market‑Programme bis Anfang 2026 aktiv blieben.
Strategy erklärte, über eine verbleibende Emissionskapazität von mehr als 40 Milliarden US‑Dollar über seine verschiedenen Programme zu verfügen.
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Das Management stellte die Kapitalmarktaktivitäten als zentral für die Skalierung seiner Bitcoin‑Treasury‑Strategie und zur Unterstützung der Dividendenverpflichtungen innerhalb der Vorzugsaktienstruktur dar.
Digitale Kreditplattform wird zur zentralen Säule
Parallel zum Bitcoin‑Aufbau hat Strategy sein digitales Kreditgeschäft zunehmend in den Vordergrund gestellt.
Das Vorzeigeinstrument STRC ist auf einen ausgewiesenen Gesamtbetrag von 3,4 Milliarden US‑Dollar angewachsen und weist derzeit eine annualisierte Dividendenrendite von 11,25 % auf.
Das Unternehmen gab an, kumulierte Ausschüttungen in Höhe von 413 Millionen US‑Dollar geleistet und eine Reserve von 2,25 Milliarden US‑Dollar eingerichtet zu haben, die darauf ausgelegt ist, rund 2,5 Jahre an Dividenden‑ und Zinszahlungen abzudecken.
Das Management rechnet damit, dass Kapitalrückzahlungen an die Anleger – vorbehaltlich der Marktbedingungen – mindestens ein Jahrzehnt lang fortgesetzt werden.
Führungskräfte argumentieren, dass die Struktur es Strategy ermöglicht, die Bitcoin‑Preisschwankungen auf Holding‑Ebene zu absorbieren, während einkommensorientierte Anleger eine stabilere Form des Engagements erhalten.
Management verteidigt langfristige Bitcoin‑These
Vorstandschef Phong Le erklärte, das Unternehmen konzentriere sich weiterhin darauf, seine digitale Kreditplattform auszubauen, um „Verstärkung zu erzeugen“ und das Bitcoin‑Wachstum je Aktie für die Stammaktionäre voranzutreiben.
Finanzvorstand Andrew Kang verwies auf regulatorische Klarheit und Fair‑Value‑Bilanzierung als Meilensteine, die eine breitere Bitcoin‑Übernahme auf Unternehmensebene unterstützen.
Executive Chairman Michael Saylor bezeichnete die Bilanz von Strategy als „digitale Festung“, die durch ihre Bitcoin‑Bestände untermauert werde, und betonte, dass Volatilität die langfristige These des Unternehmens nicht infrage stelle.
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