Meta Platforms bereitet sich darauf vor, in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 stablecoin-gestützte Zahlungen in seinen Apps zu integrieren, so drei mit den Plänen vertraute Personen, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen.
Das Unternehmen hat eine Ausschreibung an Drittanbieter veröffentlicht, wobei Stripe von einer Quelle als führender Kandidat für den Pilotbetrieb des Systems genannt wird.
Keines der drei beteiligten Unternehmen – Meta, Stripe oder Bridge – reagierte auf Anfragen nach einer Stellungnahme.
Was der Plan beinhaltet
Meta beabsichtigt, sich vollständig auf einen externen Anbieter zu stützen, um dollar-gebundene Token-Transaktionen abzuwickeln und eine neue Wallet zu implementieren, die in Facebook, WhatsApp und Instagram integriert ist und zusammen mehr als 3 Milliarden Nutzer bedienen.
Eine Quelle beschrieb den Ansatz als bewusst vorsichtig: „Sie wollen das tun, aber auf Armlänge.“ Die Architektur sähe vor, dass ein lizenzierter Partner Emission, Compliance und Abwicklung übernimmt, während Meta die Verteilung kontrolliert.
Stripe ist seit Langem ein Partner von Meta und übernahm 2024 das Stablecoin-Infrastrukturunternehmen Bridge für 1,1 Milliarden US-Dollar.
Bridge erhielt am 17. Februar eine vorläufige OCC-Genehmigung zur Gründung einer nationalen Trust-Bank, und Stripe-CEO Patrick Collison trat im April 2025 in den Verwaltungsrat von Meta ein. Bridge betreibt bereits kundenspezifische Stablecoins für Phantom und MetaMask über seine Open-Issuance-Plattform.
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Der Libra-Kontext
Meta hat 2019 erstmals versucht, mit Libra – später in Diem umbenannt – einen Stablecoin zu starten, was auf heftigen Widerstand von US-Gesetzgebern stieß, die dem Unternehmen bereits seit dem Cambridge-Analytica-Skandal skeptisch gegenüberstanden.
Die Libra Association schwenkte 2020 auf mehrere Einzelwährungs-Token um, und das Projekt wurde Anfang 2022 eingestellt, wobei seine Vermögenswerte verkauft wurden.
Diese Erfahrung scheint Metas aktuelle Präferenz zu bekräftigen, Emission und Verwahrung auszulagern, anstatt eine eigene Coin zu entwickeln.
Der regulatorische Hintergrund
Der im Juli 2025 unterzeichnete GENIUS Act schuf den ersten bundesrechtlichen Rahmen für US-Stablecoin-Emittenten, einschließlich Vorschriften zu Reserven und Prüfungsstandards.
Die US-Regulierungsbehörden finalisieren noch die Umsetzungsbestimmungen; vollständige Compliance-Fristen werden bis Anfang 2027 erwartet. Der Stablecoin-Markt ist auf eine Gesamtmarktkapitalisierung von rund 318 Milliarden US-Dollar angewachsen, wobei Tether (USDT) und USDC zusammen 86 % des Marktes kontrollieren.
Ob Meta plant, einen eigenen Stablecoin aufzulegen oder einen bestehenden wie USDC zu integrieren, bleibt den Quellen zufolge unklar.
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