Meta hat am Dienstag Muse Image gestartet, sein erstes eigenes Bildmodell für künstliche Intelligenz. Es ermöglicht Nutzern, öffentliche Instagram-Fotos in KI-generierte Bilder zu ziehen, indem sie die Konten anderer Personen taggen.
Wichtige Punkte:
- Meta hat Muse Image, sein erstes Bildmodell aus den Superintelligence Labs, in Meta AI, Instagram und WhatsApp ausgerollt.
- Nutzer können öffentliche Instagram-Konten in Prompts taggen, und das Tool greift dann auf diese Fotos zurück, um neue Bilder zu erstellen.
- Öffentliche Profile sind standardmäßig eingeschlossen, und Kontoinhaber können die Wiederverwendungseinstellung deaktivieren.
Muse Image treibt Metas Apps an
Das Unternehmen erklärte, dass das Modell nun die Bildtools in seiner Meta-AI-App, auf Instagram und auf WhatsApp betreibt – Produkte, die täglich von Milliarden genutzt werden, während Facebook und Messenger folgen sollen. Es ist der erste Bildgenerator von Meta Superintelligence Labs, der Einheit, die Mark Zuckerberg im letzten Jahr aufgebaut hat, um den Rückstand auf Konkurrenten wie OpenAI und Google aufzuholen.
Nutzer können ein öffentliches Konto in einem Prompt taggen, und das Modell greift auf die Fotos dieses Profils zurück, um ein neues Bild zu erstellen. Meta AI kann außerdem ein Selfie mit einem Urlaubsfoto kombinieren, ein Zimmer mit Möbeln aus Facebook Marketplace neu einrichten sowie gut lesbaren Text oder funktionierende QR-Codes darstellen. Das Modell steckt zudem hinter mehr als 30 neuen KI-Effekten für Instagram Stories in den Vereinigten Staaten.
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Instagram-Datenschutz sorgt für Kritik
Öffentliche Profile sind standardmäßig aktiviert, und Tester warnten, dass jeder diese Fotos ohne vorherige Einwilligung in das Modell einspeisen kann. Auf den Hilfeseiten von Meta steht, dass Nutzer nicht informiert werden, wenn die KI-Funktionen ihre Inhalte verwenden.
Kontoinhaber können die Option in ihren Freigabeeinstellungen deaktivieren. Der Schalter blockiert jedoch nur künftige Erstellungen; bereits generierte Bilder bleiben bestehen, und einige Nutzer haben die aktualisierten Kontrollen noch nicht gesehen.
Muse Image verhält sich wie ein Agent: Es denkt einen Prompt durch und durchsucht das Web, bevor es ein Bild erstellt, und Ingenieure merkten an, dass es jedes Ergebnis eigenständig verfeinert. Jedes Bild trägt Content Seal, ein unsichtbares Wasserzeichen, das auf den KI-Ursprung hinweisen soll. Interne Tests sehen das Modell bei Bearbeitungsaufgaben vor Googles Nano Banana 2, aber bei der Gesamtqualität hinter OpenAIs GPT Image 2.
Meta-AI-Wettrennen heizt sich auf
Meta hat im April Muse Spark vorgestellt – als erstes Modell einer Reihe, die die offene Llama-Familie ablösen soll. Muse Image erweitert dieses System auf Bilder; Alltagsnutzung bleibt kostenlos, während Power-User einen kostenpflichtigen Tarif benötigen, und Werbetreibende erhalten innerhalb weniger Wochen Zugriff über die Advantage-Plus-Tools.
Die Einführung von Muse folgt auf Metas Investition von rund 14 Milliarden US-Dollar, um Alexandr Wang und sein Scale AI‑Team 2025 an Bord zu holen. Zuckerberg gründete Superintelligence Labs, nachdem das Unternehmen im KI-Rennen hinter die Konkurrenz zurückgefallen war. Wang hat inzwischen ein Muse-Video-Modell angekündigt, das sich derzeit in der Vorschau befindet und laut Meta führenden Systemen bei visueller Qualität und zeitlicher Konsistenz ebenbürtig sein soll.
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