Michael Saylor stellt klar, dass sein „Nie verkaufen“-Ratschlag ausschließlich für seine privaten Ersparnisse gilt, während Strategy Inc. Bitcoin (BTC) im Rahmen des Unternehmenskapital- und Treasury-Managements aktiv handeln darf.
Zentrale Punkte:
- Saylor trennt seine persönliche Spartaktik von den Treasury-Entscheidungen von Strategy
- Strategy betont, Bitcoin kaufen oder verkaufen zu können, um den Bitcoin-Bestand je Aktie zu erhöhen
- Trader warnen, Verkäufe könnten der Bitcoin-zentrierten Identität des Unternehmens widersprechen
Saylors Bitcoin-Leitlinie
Saylor reagierte auf die erneut aufgeflammte Debatte, ob Strategy Bitcoin abstoßen könne, während er öffentlich weiterhin für langfristige Überzeugung in die Anlage wirbt. „Wenn ich sage: ‘Verkaufe niemals deine Bitcoin’, spreche ich als Sparer zu einem anderen Sparer“, schrieb er auf X.
Er betonte, er habe noch nie persönliche Bitcoin veräußert, „keinen einzigen Satoshi“, und ordnete den Slogan als Spar-Empfehlung unter Privatanlegern ein. Gleichzeitig hob er hervor, dass die Treasury-Politik der börsennotierten Strategy strikt von seiner privaten Wallet zu trennen sei.
Das Unternehmen weist seit 2020 in seinen Unterlagen darauf hin, dass Bitcoin im Rahmen des Kapitalmanagements sowohl gekauft als auch verkauft werden kann. Dennoch ergänzte Saylor: „Unsere gemeinsame Überzeugung in Bitcoin bleibt unverändert.“ Strategy-CEO Phong Le erklärte, Ziel sei es, den Bitcoin-Bestand je Aktie im Zeitverlauf zu steigern – nicht lediglich eine fixe Coin-Anzahl zu konservieren.
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Debatte um Strategy und Bitcoin
In der Krypto-Community fielen die Reaktionen gemischt aus. Trader Crypto Patel merkte an, dass Durchhalten in Phasen hoher Volatilität deutlich schwieriger sei, als nur darüber zu sprechen.
Analyst Elja erklärte, Saylors Überzeugung werde vor einer möglichen späteren Belohnung hart geprüft werden – ein Hinweis auf den Druck rund um potenzielle Unternehmensverkäufe. Quinten betonte, viele Investoren verstünden zwar den Unterschied zwischen Saylors privaten Beständen und der Strategy-Treasury, warnte aber, ein Verkauf könne eine Marke beschädigen, die strikt auf Akkumulation setze: „Deine gesamte persönliche Marke basiert doch darauf, Bitcoin zu kaufen.“
Die meisten Bitcoin-Anleger erkennen diese Unterscheidung bereits, argumentierte Trader Evanss66. Er verwies darauf, dass Spot-Bestände, Perpetual-Futures und Optionen die Rendite über Marktzyklen hinweg verbessern könnten und nicht per se negativ zu bewerten seien. In dieser Sichtweise ist aktives Management ein Werkzeug – kein Rückzug von der Bitcoin-These.
Diese Spannung begleitet das Unternehmen seit Beginn der Treasury-Strategie. Seit Strategy im August 2020 Bitcoin in die Bilanz aufgenommen hat, verbindet die Identität der Firma eine klare Akkumulationsstory mit der Flexibilität eines börsennotierten Konzerns. Le verweist darauf, dass Strategy seitdem über jeden betrachteten Vierjahreszeitraum hinweg besser abgeschnitten habe als Bitcoin selbst.
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