Musk: KI-Datenverkehr könnte menschliche Internetnutzung in fünf Jahren um das 1.000‑Fache übertreffen

Machine traffic could leave human internet use far behind within five years, according to a forecast backed by Musk. (Image: Shutterstock)
Machine traffic could leave human internet use far behind within five years, according to a forecast backed by Musk. (Image: Shutterstock)

Elon Musk stellt sich hinter die Prognose von Cloudflare, wonach nicht-menschlicher Internetverkehr innerhalb von fünf Jahren auf das 1.000‑Fache des menschlichen Traffics anschwellen könnte – nachdem Maschinen im Mai bereits an Menschen vorbeigezogen sind.

Zentrale Punkte:

  • Musk hält Cloudflares Prognose für zutreffend: Der Traffic von KI-Agenten werde die menschliche Internetnutzung bei Weitem überragen.
  • Cloudflare-Finanzchef Thomas Seifert erwartet, dass Menschen im Datenverkehr nur noch als „Rundungsdifferenz“ auftauchen, wenn maschinelle Aktivitäten weiter eskalieren.
  • Daten von HUMAN Security, Imperva und Fastly zeigen bereits heute, dass automatisierter Traffic einen erheblichen Anteil der Webaktivitäten stellt.

Musks KI-Prognose

Musk schrieb am 9. August: „Der agentenbasierte KI-Internetverkehr wird ganz offensichtlich die menschliche Nutzung bei Weitem übertreffen. Das ist keine knappe Entscheidung.

Die Prognose von Cloudflare ist korrekt.“ Mit dem Beitrag stützte er die Einschätzung von Cloudflare-CFO Thomas Seifert, der die Zahlen laut The Register im Rahmen des Q2‑Earnings-Calls des Unternehmens vorgestellt hatte.

Seifert zufolge könnten die aktuellen Trends dazu führen, dass nicht-menschlicher Traffic binnen fünf Jahren auf das 1.000‑Fache des menschlichen Volumens steigt. „Wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzt, gehen wir davon aus, dass nicht-menschlicher Traffic in fünf Jahren bis zu 1.000‑mal so hoch sein wird wie menschlicher Traffic“, sagte er. Menschen würden im Vergleich dazu „eine Rundungsdifferenz im Internet“ darstellen, da maschinelle Zugriffe so stark wachsen.

Cloudflare war ursprünglich davon ausgegangen, dass maschinell erzeugter Traffic die menschliche Nutzung im Jahr 2027 überholen würde. Interne Messungen zeigten jedoch, dass der Wendepunkt bereits im Mai 2026 erreicht wurde.

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Daten zum KI-Datenverkehr

Unabhängige Analysen stützen im Großen und Ganzen die Richtung von Cloudflares Prognose, auch wenn unterschiedliche Formen automatisierter Aktivitäten untersucht werden. HUMAN Security berichtet, dass automatisierter Traffic im Jahr 2025 achtmal schneller gewachsen ist als menschlicher Datenverkehr; KI-getriebene Monatsvolumina nahmen von Januar bis Dezember um 187 % zu.

In derselben Studie von HUMAN heißt es, dass mehr als 95 % des KI-basierten Traffics auf die Branchen Einzelhandel und E‑Commerce, Streaming und Medien sowie Reise- und Gastgewerbe entfallen.

ARK Invest schätzt zudem, dass KI bis 2030 rund 25 % der weltweiten Online-Konsumausgaben beeinflussen und nahezu 9 Billionen US‑Dollar an privatem Konsum ermöglichen könnte.

Weitere Berichte zeigen, dass Bots schon heute einen erheblichen Teil des Webverkehrs stellen. Laut Imperva entfielen 2025 mehr als 53 % des Webtraffics auf automatisierte Zugriffe. Fastly registrierte im Januar 2026 einen Bot-Anteil von 49 % der Anfragen und stufte 99 % dieser Aktivitäten als unerwünscht oder nicht verifizierbar ein.

Die zeitliche Abfolge zeigt, wie rasch sich das Kräfteverhältnis verschoben hat – noch bevor Musk am 9. August seine Unterstützung signalisierte: In Impervas Datensatz für 2025 stellten Bots bereits die Mehrheit, Fastly verzeichnete im Januar nahezu Gleichstand zwischen Mensch und Maschine, und Cloudflare meldete, dass Maschinen den menschlichen Traffic im Mai 2026 endgültig überholt hatten.

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Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

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