Standard Chartered sieht Chainlink (LINK) als einen der potenziellen Hauptprofiteure der nächsten Phase der institutionellen Tokenisierung. Mit der Verlagerung immer mehr realer Vermögenswerte auf die Blockchain steige der Bedarf an sicheren Datenquellen sowie an Infrastruktur für Interoperabilität und Compliance.
Tokenisierte Vermögenswerte als Wachstumstreiber
In einer neuen Analyse mit dem Titel „Chainlink – Owning the rails“ prognostiziert die Bank, dass das Volumen tokenisierter Vermögenswerte bis Ende 2028 auf rund 4 Billionen US‑Dollar anwachsen wird – von derzeit etwa 340 Milliarden US‑Dollar. Gleichzeitig nimmt Standard Chartered die Kryptowährung LINK von Chainlink erstmals in die Abdeckung auf und gibt ein Kursziel von 200 US‑Dollar bis Ende 2030 aus, gegenüber aktuell rund 8 US‑Dollar.
Kern der Argumentation: Die Tokenisierung kann nicht allein über die Emission neuer On‑Chain‑Assets skalieren. Für einen breiten Einsatz in DeFi‑Anwendungen und in etablierten Finanzprozessen benötigen diese Vermögenswerte verlässliche Off‑Chain‑Daten, sichere Transfers über verschiedene Blockchains hinweg, Datenschutz‑Tools und robuste Compliance‑Systeme.
Warum Chainlink im Fokus steht
Laut Standard Chartered stellt Chainlink bereits heute für rund 70 % der globalen DeFi‑Märkte und für mehr als 80 % der DeFi‑Aktivitäten auf Ethereum die sicheren On‑Chain‑Datenverbindungen bereit. Über das Netzwerk seien bislang Transaktionen im Wert von mehr als 32 Billionen US‑Dollar abgesichert worden.
Die Bank betont, dass Chainlink sich von einem reinen Orakel‑Netzwerk hin zu einer umfassenden Plattform für Interoperabilität, Compliance und Datenschutz entwickelt hat. Damit sei es derzeit der einzige End‑to‑End‑Anbieter, der in der Lage sei, tokenisierte Vermögenswerte sowohl im DeFi‑Bereich als auch im traditionellen Finanzsystem (TradFi) zu unterstützen.
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Der Bericht verweist zudem auf eine wachsende institutionelle Nutzung. Zu den Unternehmen und Finanzinstituten, die Dienste von Chainlink einsetzen oder testen, zählen Swift, DTCC, Euroclear, JPMorgan, Mastercard, UBS, Fidelity und WisdomTree.
Prognose und Risiken für LINK
Standard Chartered rechnet damit, dass der LINK‑Token bis 2026 auf 13 US‑Dollar steigt, 2027 auf 41 US‑Dollar, 2028 auf 82 US‑Dollar, 2029 auf 133 US‑Dollar und 2030 schließlich auf 200 US‑Dollar. Zu den wesentlichen Risiken zählt die Bank eine langsamere Umsetzung von Tokenisierungsstrategien in der Finanzindustrie, Verzögerungen bei produktiven On‑Chain‑Workflows, verstärkten Wettbewerb durch spezialisierte Anbieter sowie mögliche technische Rückschläge.
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