Solana (SOL) verzeichnete am 27. August einen Nachfragesprung bei Spot-ETFs. Allerdings folgten auf die beiden bislang größeren Rekordtage im Jahr 2025 Kursrückgänge von jeweils mehr als 20 %.
Wichtigste Punkte:
- Solana-Spot-ETFs verbuchten am 27. August Zuflüsse von 60,91 Mio. US‑Dollar – den dritthöchsten Tageszufluss seit Auflage.
- Auf die beiden noch höheren Zuflusstage 2025 folgten binnen zwei Wochen Rückgänge von mindestens 20 %.
- Netzwerkgebühren, DeFi-Einlagen und tokenisierte Vermögenswerte stützen den Markt heute stärker als bei den früheren Spitzen.
Solana-ETF-Zuflüsse
US‑amerikanische Spot-Solana-ETFs meldeten am 27. August Nettozuflüsse von 60,91 Mio. US‑Dollar – fast siebenmal so viel wie am Vortag und das stärkste Ergebnis seit dem 3. November 2025, berichtete BeInCrypto unter Verweis auf Daten von SoSoValue. Das Handelsvolumen mehr als verdoppelte sich auf 196,82 Mio. US‑Dollar, während die kumulierten Zuflüsse um 4,83 % auf 1,322 Mrd. US‑Dollar stiegen.
Der Bitwise-ETF BSOL zeichnete für rund 66 % der Zuflüsse verantwortlich, insgesamt zogen fünf der neun Produkte neues Kapital an.
Der Rekord hat jedoch eine Kehrseite: Am 28. Oktober 2025 flossen 69,45 Mio. US‑Dollar in Solana-ETFs, ehe SOL innerhalb von sieben Tagen um 20,1 % und binnen eines Monats um 27,5 % einbrach. Am 3. November 2025 sorgten Zuflüsse von 70,05 Mio. US‑Dollar für ein weiteres Hoch – gefolgt von einem Kursrückgang um 21,1 % in zwei Wochen. Zwei Beobachtungen liefern zwar keine belastbare Statistik, allerdings schwächte sich auch der Gesamtmarkt Ende 2025 spürbar ab.
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Banerjees Blick auf das Netzwerk
Analyst Ananda Banerjee argumentiert, dass die aktuelle Kursrally deutlich stärker durch Fundamentaldaten im Netzwerk abgesichert sei als in den früheren Phasen. So kletterte das Volumen tokenisierter Realwelt-Assets am 25. August auf ein Rekordhoch von 4,167 Mrd. US‑Dollar, während die Zahl der Halter innerhalb von 30 Tagen um 12,12 % stieg. Die monatlichen Gebühren legten um 37,29 % zu, DeFi-Einlagen wuchsen um 24,36 % auf 5,96 Mrd. US‑Dollar, und Solanas Marktanteil am Volumen dezentraler Börsen erreichte 31,16 %.
Auch die Kapazität des Netzwerks wurde erweitert. Die maximale Blockgröße stieg im Juli um 66 %, zudem sind über die Bargeld-Schienen von MoneyGram inzwischen mehr als 170 Länder erreichbar.
Andere Indikatoren wirken dagegen weniger überzeugend. Das Stablecoin-Angebot wuchs in 30 Tagen lediglich um 0,59 %, während SOL im selben Zeitraum 46,3 % zulegte. Die Zahl der wöchentlich aktiven Adressen sank um 7,23 %, und das Taker-Buy/Sell-Verhältnis bei Binance lag bei 0,907 – ein Hinweis auf aggressivere Verkaufs- als Kauforders.
Das Open Interest stieg in US‑Dollar gerechnet um 62,19 %, gemessen in SOL jedoch nur um 10,34 %. Das deutet darauf hin, dass ein Großteil des Zuwachses auf den höheren Preis und nicht auf einen entsprechend starken Ausbau der Positionen zurückzuführen ist.
Damit bleibt die Aussagekraft der Derivatemärkte für die Risikobereitschaft der Anleger begrenzt.
SOL wurde zuletzt nahe 107 US‑Dollar gehandelt – ein Plus von 49,35 % seit dem 16. August. Charttechnisch trifft der Kurs bei 109,39 US‑Dollar auf Widerstand, während Unterstützungszonen bei 105,98 und 101,77 US‑Dollar verlaufen. Ein Rückfall unter 94,95 US‑Dollar würde das bullische Szenario deutlich eintrüben. Die Rally folgt auf einen Monatsanstieg von rund 46 % und bringt Solana damit zurück in eine Kursregion, die bereits 2025 mit den starken ETF-Zuflüssen zusammenfiel.
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