US‑Regulierungsbehörden haben Nasdaq erlaubt, Optionen direkt auf einen Bitcoin‑(BTC)‑Preisindex zu listen und damit eine neue Möglichkeit für Börsenhändler eröffnet, auf die Anlage zu spekulieren.
SEC genehmigt Nasdaq Bitcoin-Index-Optionen
Die US‑Börsenaufsicht SEC (U.S. Securities and Exchange Commission) hat den Vorschlag laut einem am Freitag veröffentlichten Dokument und Berichten von Bloomberg im beschleunigten Verfahren genehmigt.
Die Kontrakte werden an der Nasdaq PHLX unter dem Ticker QBTC gehandelt und abbilden den CME CF Bitcoin Real Time Index, der Bewertungen alle 200 Millisekunden von wichtigen Spot-Plattformen bezieht.
Dabei handelt es sich nicht um Spot‑Bitcoin‑ETFs. Es sind bar abgerechnete Optionen europäischen Stils, das heißt, Händler verrechnen Gewinne und Verluste in US‑Dollar und können nur am Verfallstag ausüben, was die Wahrscheinlichkeit einer vorzeitigen Zuteilung begrenzt.
Die Genehmigung erweitert das Instrumentarium für institutionelle und Privatanleger in den USA. Bisher standen ihnen vor allem Bitcoin‑Futures‑Optionen an der CME Group und Optionen auf Spot‑Fonds wie den iShares Bitcoin Trust ETF zur Verfügung.
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Warum der Starttermin ungewiss bleibt
Der Handel kann nicht sofort beginnen. Die Kontrakte benötigen noch die Zustimmung der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), bevor sie an den Markt kommen.
David Barrett, Leiter des US‑Optionsgeschäfts bei Nasdaq, nannte die Entscheidung einen wichtigen Schritt, um den regulierten und transparenten Zugang zu Derivaten auf digitale Vermögenswerte auszuweiten.
Analysten sehen die Maßnahme als Teil einer breiteren Initiative von SEC‑Vorsitzendem Paul Atkins, Kryptoaktivitäten in das regulierte US‑Finanzsystem zu integrieren.
Atkins hat gewarnt, dass das Ignorieren neuer Technologien diese lediglich ins Ausland verdränge, und verwies dabei auf den Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022. Viele der größten Kryptoderivatebörsen, darunter Binance und Hyperliquid, operieren weiterhin außerhalb der USA.
Worauf die Genehmigung aufbaut
Die SEC hat ihre Haltung gegenüber Bitcoin‑Derivaten in den vergangenen zwei Jahren schrittweise gelockert. Spot‑Bitcoin‑ETFs starteten im Januar 2024, und Nasdaq reichte den ersten Antrag für Indexoptionen im darauffolgenden August ein, gefolgt von einem formellen Vorschlag im September 2025. Kürzlich hoben die Aufseher die Positionslimits für Optionen auf den iShares Bitcoin Trust auf eine Million Kontrakte an – ein Zeichen dafür, dass sie den Markt inzwischen als ausreichend tief ansehen, um breitere Produkte zu tragen.
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