US-Spot-Bitcoin (BTC)‑ETFs haben in den ersten acht Wochen des Jahres 2026 nahezu 4,5 Milliarden US‑Dollar an Nettoabflüssen verzeichnet und damit laut Daten von SosoValue die längste Phase institutioneller Rücknahmen seit ihrer Einführung markiert.
Die Verluste konzentrierten sich auf einen Zeitraum von fünf Wochen von Ende Januar bis Ende Februar, in dem allein rund 4 Milliarden US‑Dollar aus dem Komplex der zwölf Fonds abgezogen wurden.
Lediglich zwei Wochen – die erste und die dritte des Jahres – verbuchten Nettozuflüsse und glichen einen Teil der Abflüsse mit etwa 1,8 Milliarden US‑Dollar teilweise aus.
Wohin das Geld geflossen ist
BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) hat während der fünf Wochen mit Abflüssen mehr als 2,1 Milliarden US‑Dollar verloren – seine längste Rücknahmephase seit dem Debüt im Januar 2024.
Fidelitys Wise Origin Bitcoin Fund (FBTC) verlor im gleichen Zeitraum mehr als 954 Millionen US‑Dollar.
CryptoQuant‑Analyst J.A. Maartun bezifferte die kumulierten Bitcoin‑ETF‑Abflüsse seit ihrem Allzeithoch im Oktober auf 8,3 Milliarden US‑Dollar – die schwächste Phase in der Geschichte dieser Fondskategorie. Der breitere ETF‑Komplex verlor allein von November 2025 bis Januar 2026 rund 6,18 Milliarden US‑Dollar an Nettokapital.
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Warum das wichtig ist
Das Abflussmuster fällt mit einer makroökonomischen Rotation weg von Risikoanlagen zusammen. Gold und goldbezogene ETFs zogen in den vergangenen drei Monaten rund 16 Milliarden US‑Dollar an Zuflüssen an, da makroökonomische Unsicherheit und ein stärkerer US‑Dollar Kapital in traditionelle sichere Häfen lenkten.
Der Bitcoin‑Preis ist von seinem vor weniger als vier Monaten erreichten Allzeithoch um etwa 38,5 % gefallen und wird zum Zeitpunkt des Schreibens im mittleren Bereich von 80.000 US‑Dollar gehandelt.
Daten von CryptoSlate zeigten, dass der Spot‑Bitcoin‑ETF‑Komplex insgesamt von November 2025 bis Januar 2026 rund 6,18 Milliarden US‑Dollar an Nettokapital verlor – die längste anhaltende Abflussserie seit dem Start dieser Produkte.
Eric Balchunas, Senior‑ETF‑Analyst bei Bloomberg, merkte an, dass das strukturelle Bild historisch gesehen weiterhin stärker sei als frühere Prognosen. Vor dem Start hatten Branchenschätzungen Zuflüsse von 5 bis 15 Milliarden US‑Dollar im ersten Jahr erwartet; die tatsächlichen Summen lagen deutlich darüber und sorgten für eine höhere Ausgangsbasis, bevor die aktuelle Korrektur einsetzte.
Dennoch bleibt die zentrale offene Frage für die ETF‑abhängige Nachfrage nach Bitcoin im Jahr 2026, ob das jüngste Tempo der Rücknahmen einen vorübergehenden De‑Risking‑Zyklus oder eine längerfristige Neuausrichtung der institutionellen Risikobereitschaft widerspiegelt.
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